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Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 15:08 Uhr

Ludwigslust : Jan-Henrik glänzte als Sprung-Ass

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Frisch gebackener Internationaler Meister gestern beim Sportfest der Förderschulen des Landkreises mit einer Bestweite von 5,55 Metern

von
erstellt am 27.Jun.2014 | 07:00 Uhr

Jan-Henrik Gädke steht konzentriert auf der Laufbahn der Weitsprunganlage. Kraftvoller Anlauf, dann der Absprung - 5,55 Meter werden als beste Weite für den 18-Jährigen gemessen. Eine Momentaufnahme beim Sportfest von geistig behinderten Kindern und Jugendlichen, das gestern im Rahmen der Kreis-Kinder- und Jugendspiele auf dem Sportplatz in der Techentiner Straße stattfand. „Rund 300 Schüler aus fünf Förderschulen des Landkreises gingen an der Start“, so Andreas Peter, Sportlehrer an der Förderschule Ludwigslust mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, am Rande der Wettkämpfe, die vom Kreissportbund organisiert werden. Und die Leistungen der Aktiven können sich durchaus sehen lassen. Mit durchweg guten Ergebnissen, wie der Sportlehrer ergänzt, denn die von ihm trainierten Jugendlichen kamen im Weitsprung über die 5-Meter-Marke. Der Leichtathlet Jan-Henrik Gädke, für den es das letzte Jahr an der Förderschule Ludwigslust ist, hat schon des öfteren solche Ergebnisse erreicht. Der jüngste ganz große Erfolg liegt erst ein paar Tage zurück. „Jan-Henrik wurde vor einer Woche in Berlin Internationaler Meister der Behindertensportler im Weitsprung“, freut sich sein Trainer Andreas Peter. „33 Länder gingen dort an den Start. Die Weite von 5,73 Meter hat gereicht, um Meister zu werden“, sagt der junge Mann, dessen Bestmarke bei 6,06 Metern steht. Der 18-Jährige trainiert fünf Mal in der Woche auf dem Platz in der Techentiner Straße, seine Disziplinen sind 100-Meter-Sprint, gestern beim Sportfest kam er auf 12,73 Sekunden, und Weitsprung. „Im Winter nutze ich dann zum Training die Halle“, ergänzt der junge Mann, der sich auch gestern wieder mächtig ins Zeug legte.

Über den Einsatz ihrer Schüler freute sich auch die Leiterin der Ludwigsluster Förderschule, Katrin Peter, die die Nachfolge von Gerd Laudon angetreten hat. „Seit der Kreisfusion findet das Sportfest der Förderschulen nun immer in Ludwigslust statt, weil neue Schulen aus dem Kreisgebiet dazu gekommen sind. Das war auch schon im vergangenen Jahr so. Gestern waren neben unserer Schule auch Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 18 Jahren aus den Förderschulen Hagenow, Parchim, Dobbertin und Boizenburg dabei. Die Sternberger Schule hatte aus terminlichen Gründen abgesagt.“ Die Aktiven wetteiferten im Sprint, im Weitsprung und im Ballwerfen. Zu diesem Mehrkampf gab es noch einen 400-Meter-Lauf für alle Schüler und als Höhepunkt einen Staffellauf, der immer alle begeistert.

„Diesen Wettbewerb hat die Parchimer Schule gewonnen. Aber was die gezeigten Leistungen betrifft, haben alle teilnehmenden Förderschulen gut abgeschnitten und es haben sich die Medaillen auf alle Schulen gleichmäßig verteilt“, fasste Schulleiterin Katrin Peter zusammen. Aber nicht ohne ein Dankeschön an die Helfer aus den oberen Klassen des Ludwigsluster Fachgymnasiums zu richten, die als Kampfrichter für einen reibungslosen Ablauf des Sportfestes sorgten.

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