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ludwigslust : Jagdsaal erfährt eine Schönheitskur

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Stukkateure der Firma Endling aus Schwerin bessern Risse an der Decke aus / Eröffnung des Cafés soll am zweiten Märzwochenende erfolgen

Peter Krohn, der Leiter des Schlosses Ludwigslust, öffnet die Tür zum Jagdsaal, der aktuell noch Baustelle ist. Wohlige Wärme empfängt uns. An den Wänden stehen Gerüste, an mehreren Stellen sind Handwerker der Firma Endling aus Wittenförden mit ganz speziellen Sanierungsarbeiten beschäftigt. Die Stukkaturen im Deckenbereich erfahren eine Schönheitskur. „Im Zuge der Erneuerung der Balkenköpfe im darunter liegenden Goldenen Saal sind durch die Arbeiten feine Risse entstanden, die zu Beschädigungen an den Stuckelementen führten“, erklärt Schlossverwalter Peter Krohn. Nach den Ausbesserungsarbeiten erhält die Decke nochmal einen neuen Anstrich, das übernehmen die Handwerker der Neumühler Bauhütte.


Balkenköpfe im Goldenen Saal des Schlosses erneuert

Die Sanierung des Jagdsaales, in dem auch das Schlosscafé eingerichtet ist, ist eine planmäßige Maßnahme, die der für die Schlossrestaurierung zuständige Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern, kurz BBL, in den Wintermonaten ausführen lässt. In den dafür veranschlagten zwei Monaten werden die Decke neu gemacht sowie die Fußböden aufgearbeitet und restauriert. Diese Arbeiten hängen eng zusammen mit der Sanierung der Balkenköpfe im Goldenen Saal, wo die Handwerker gut vorankommen. „Aktuell wird im Goldenen Saal der Boden erhöht, also überall auf das gleiche Niveau gebracht. Dann wird die Dielung erstellt und in der Folge das restaurierte Parkett verlegt“, so Peter Krohn, der auch gleich verrät, dass der Jagdsaal und das Café voraussichtlich am 8./9. März eröffnet werden sollen.

In den vergangenen Wochen und Monaten sind die Arbeiten der einzelnen Gewerke im ersten und zweiten Obergeschoss des Ostflügels gut vorangegangen - als Voraussetzung für die Einrichtung der späteren museale Ausstellung. Statische Konstruktionsleistungen wurden im Bereich der Fußböden und Decken ausgeführt, Marketteriefußböden sehr aufwändig restauriert. Historische Wandfassungen wurden erneuert, Holzbauteile wie Paneele und Fensterrahmen erhielten eine neue Goldweiß-Fassung, auch die Rekonstruktion der historischen Wandverspannungen stellte die Handwerker vor große Herausforderungen. Die historischen Papiertapeten werden ebenso nach originalen Befunden rekonstruiert und zum Teil auch restauriert.

Ein Blick auf die Baustelle Goldener Saal lässt derzeit nur schwer erahnen, wie schön dieser Bereich in absehbarer Zeit sein wird. Aber Schritt für Schritt werden die Erfolge der Wiederaufbauphase sichtbar. Die Fußbodenkonstruktion wird komplett saniert, dabei ging es um die statische Sanierung und die Beseitigung der Holzschäden. Die Zimmererarbeiten an der Konstruktion waren Ende November abgeschlossen. Putz- und Malerarbeiten an den Kaminbereichen schließen sich an, als nächste Etappe wird die Blinddielung verlegt. Dann werden die Marketterieböden eingebaut, und es folgt die Installation der Öfen. Anfang 2015 sollen die Bau- und Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sein.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 07:00 Uhr

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