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Ludwigsluster Tageblatt

19. Oktober 2017 | 13:13 Uhr

Ludwigslust : Jagdhornklänge im Hobbyraum

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Rabea Rabe (41) hat sich als einstiges Fanfarenzugmitglied nun diesem Instrument verschrieben und übt jede Woche mit Herbert Knötel

von
erstellt am 20.Okt.2016 | 19:00 Uhr

Jagdhörner erklingen im Hobbyraum auf dem Anwesen von Herbert Knötel im ehemaligen Heimtiergarten in Ludwigslust. Der 76-Jährige passionierte Parforce- und Jagdhornbläser übt mit seiner aktuellen Schülerin das Stück „Im grünen Wald“ ein. Und das ist Rabea Rabe, die seit Juni dabei ist und einmal wöchentlich, jeweils am Dienstagnachmittag eine Stunde lang, von Herbert Knötel unterrichtet wird. Wie kommt man zu diesem Hobby und ist als 41-Jährige sozusagen Nachwuchsbläserin? „Ich bin schon jahrelang der Musik verbunden, war als Jugendliche Mitglied im Fanfarenzug Ludwigslust“, so Rabea Rabe. „Dann, bedingt durch meine berufliche Ausbildung, hatte ich keine Zeit mehr. Und dann umso weniger, als mein Sohn geboren wurde“, erzählt die Altenpflegerin, die bei der mobilen Altenpflege des ASB tätig ist. „Aber ich wollte irgendwann weiter machen, spielte dann auch in der Grabower Feuerwehrkapelle, die sich aber leider aufgelöst hatte. Und jetzt, da mein Sohn groß ist und aus dem Haus, dachte ich mir, versuchst es mit dem Jagdhorn“, schmunzelte die 41-Jährige. Und Herbert Knötel als Vereinsvorsitzender freut sich über diese Entscheidung, dass Rabea Rabe bald den „Jagd- und Parforcehornbläser Hubertus“ e.V. Ludwigslust verstärken wird. „Ich freue mich, dass sich Rabea seit Juni so gut entwickelt hat. Bis vor 14 Tagen war das noch eine ganz schön schwierige Angelegenheit, aber jetzt ist der Durchbruch da“, freut sich Herbert Knötel. „Und Rabea hat sich ja auch ein schönes Horn gekauft mit Ventilen, vom Tonumfang her ist das mit einer Trompete zu vergleichen.“

Und auch zu Hause steht natürlich das Üben an. „Jeden Tag eine halbe Stunde“, so Rabea Rabe. „Ich musste auch Noten lesen lernen und das war auch nicht ganz so einfach. Aber ich komme mit dem Instrument und den Ventilen immer besser zurecht“, lacht die 41-Jährige. Auch ihr Lehrer kann ihr bescheinigen, dass sie sich sehr viel Mühe gibt. „Jetzt hat sie es drauf“, so Herbert Knötel, der mit ihr als Überraschung das Stück „Im grünen Wald“ gemeinsam aufführen will. Im November, wenn die Hubertusmessen vorbei sind und die Bläsergruppe wieder auf dem Ventiljagdhorn spielt. Der „Jagd- und Parforcehornverein Hubertus“, der aktuell 15 Mitglieder zählt, bereitet sich gegenwärtig mit den Parforcehörnern auf die Hubertusmessen vor. „Am 30. Oktober werden wir um 17 Uhr in der Warlitzer Kirche und am 6. November in der Stadtkirche zu Ludwigslust auftreten“, so Herbert Knötel. Der Verein, der seit 1972 besteht, kann in diesem Jahr bereits auf 29 Auftritte bei verschiedenen Anlässen verweisen. Herbert Knötel selbst kam vor rund 40 Jahren zum Jagdhornblasen, aus dem Hobby wurde Passion und seitdem hat er auch selbst alle Nachwuchstalente im Verein ausgebildet. Fast alle sind durch seine Schule gegangen und das erfülle Herbert Knötel mit Stolz. „Und ich freue mich, dass Rabea auch bald zu unserem Verein gehören wird.“

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