Lewitz : Irre Jagd mit Tempo 170

Elf Streifenwagen braucht es, um unter Drogen stehenden Mann auszubremsen

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31. August 2020, 05:00 Uhr

So richtig einen auf todesmutigen Bleifußpiloten machte in der Nacht zu Freitag im Bereich Neustadt-Glewe der Fahrer eines Kleintransporters. Auslöser war eine normale Verkehrskontrolle gegen 23 Uhr, erzählt Gilbert Küchler, Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust. „Der Mann gab sofort Gas und versuchte zu fliehen, über Fahrbinde, Goldenstädt und Mirow. Zwischenzeitlich raste er mit 170 Stundenkilometern durch die gesamte Lewitz“, schüttelt der erfahrene Polizist fassungslos den Kopf. Wegen der möglichen Eigengefährdung bei diesem mörderischen Tempo seien die Beamten kurzzeitig auf Distanz zu dem Mietfahrzeug gegangen, so der Erste Polizeihauptkommissar weiter. „Entgegenkommende Autos mussten auf die Bankette ausweichen, um nicht gerammt zu werden, so rücksichtslos gab sich der Mann am Steuer.“ Sämtliche Anhaltesignale seien von ihm missachtet worden. Schließlich seien elf Streifenwagen aus Schwerin, Sternberg und der Autobahnpolizei hinzugerufen worden, um die abenteuerliche Fahrt zu beenden. „Mit so genannten Stop-Sticks konnte das Fahrzeug ausgebremst werden, weil ihm nach mehreren hundert Metern die Luft aus den Reifen entwich.“ Zwei Männer aus der Region, beide polizeibekannt, seien von den Polizisten, nachdem sie Widerstand geleistet und auf die Beamten eingeschlagen hätten, schließlich festgenommen worden. Beim Fahrer habe ein Drogenvortest positiv angeschlagen.

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