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Ludwigsluster Tageblatt

22. Oktober 2017 | 19:45 Uhr

Dömitz : Investitionen in das Stadtbild

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kulturhaus und Slüterplatz 6 im Maßnahmeprogramm 2015 für Städtebauförderung / Mehrere private Vorhaben in Vorbereitung

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2015 | 16:53 Uhr

Das Dömitzer Kulturhaus wird zur Baustelle – zumindest ein Teil davon. „Im hinteren Bereich muss das Dach erneuert werden“, erklärt Bürgermeister Helmut Bode. „Außerdem soll ein Anbau abgerissen werden, um die Bebauung dort zu ordnen.“ Die Aufträge seien bereits vergeben, so dass die Arbeiten demnächst beginnen. Das Projekt läuft über die Städtebauförderung, obwohl das Kulturhaus an der Promenade 5 nicht im Sanierungsgebiet liegt. „Das ist bei Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen auf gesonderten Antrag hin möglich“, erklärt Oliver Buchholz vom Sanierungsträger GOS.

Die Arbeiten am Kulturhaus gehören zu einem Paket von Maßnahmen, die Dömitz in diesem Jahr über die Städtebauförderung realisieren will. Insgesamt stehen rund 790 000 Euro für geplante Investitionen im öffentlichen und im privaten Bereich zur Verfügung.

Ein weiteres öffentliches Vorhaben ist der Slüterplatz 6. An dem Gebäude, in dem der Seniorenklub der Stadt und das Bauamt der Amtsverwaltung ihren Platz haben, sollen die rückwärtige Fassade und deren Fenster sowie die Kuppel erneuert werden. „Durch die Kuppel regnet es herein, und sie entspricht auch nicht den heutigen Sicherheitsstandards“, begründet Norbert Thiele von der GOS. Im Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Kein Fall für die Städtebauförderung ist dagegen ein anderer Wunsch der Dömitzer: das Nebengebäude des Rathauses. Der Argumentation, dass es als rahmengebendes Objekt zum Gebäudeensemble gehört und deshalb auch über die Städtebauförderung saniert werden könnte, folgte das Schweriner Wirtschaftsministerium offenbar nicht. „Wir haben die Mitteilung erhalten, dass die Sanierung des Nebengebäudes nicht förderfähig ist“, sagt Helmut Bode. Doch er gibt den sanierungsbedürftigen Fachwerkbau nicht auf. „Wir wollen ihn nicht abreißen, weil er einfach zum Rathaus-Ensemble gehört. Also müssen wir nach einem anderen Weg suchen, ihn zu sanieren.“ Zurzeit steht das Gebäude fast leer, künftig soll darin die Überdachung der Freilichtbühne auf der Festung über den Winter gelagert werden.

Auch andere (Privat-)Gebäude in der Stadt hätten eine Sanierung dringend nötig. „Noch können die Eigentümer dafür Fördermittel erhalten, 2017 läuft die Städtebauförderung aus“, macht der Bürgermeister Werbung für entsprechende Maßnahmen. Der eine oder andere Eigentümer scheint zumindest darüber nachzudenken. Laut GOS seien zwei bis drei größere Vorhaben an Privathäusern, unter anderem in der Friedrich-Franz-Straße, in Arbeit. In einem Fall gehe es um eine Vollmodernisierung, in den anderen Fällen um Abriss und Neubau.

Der Neubau von Wohn- und Geschäftsgebäuden kann gefördert werden, sofern er sich in das Stadtbild einfügt. Dann kann es einen Zuschuss von bis zu 225 Euro je Quadratmeter Wohn-/ Nutzfläche als Festbetragsförderung geben. Für familienfreundliches Bauen sind weitere bis zu 60 Euro je Quadratmeter möglich, für barrierefreies Bauen bis zu 30 Euro je Quadratmeter.

Ein Sorgenkind bleibt der Stadt Dömitz aber weiter erhalten – das Eckhaus in der Torstraße 1. Fetzen der Abdeckplane flattern auf dem Dach, Fenster sind vernagelt, der Gehweg rundherum aus Sicherheitsgründen gesperrt. „Wenn nicht bald etwas passiert, fällt das Gebäude zusammen“, so Helmut Bode. „Wir müssen mit der GOS und der Denkmalpflege eine vernünftige Lösung finden.“ Die Versteigerung des in Privatbesitz befindlichen Hauses scheiterte jüngst – trotz eines Anfangsgebotes von einem Euro. Der Bürgermeister hofft, einen Investor zu finden, der den Fachwerkbau saniert und wieder nutzbar macht. Keine leichte Aufgabe. 

 

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