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Ludwigsluster Tageblatt

23. November 2017 | 04:51 Uhr

neustadt-glewe : Interessenten nicht abschrecken

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Innenminister von MV besuchte auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Detlef Müller Polizei und Feuerwehr in Neustadt-Glewe

von
erstellt am 07.Okt.2014 | 19:00 Uhr

Zum Glück fand Innenminister Lorenz Caffier seine Polizei dann ja doch (fast) ohne Probleme. Der Dienstherr von Mecklenburg-Vorpommerns Polizisten besuchte am Montagabend auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Detlef Müller Neustadt-Glewe, das zu dessen Wahlkreis gehört. Der Besuch begann in der Polizeistation. Dort meinte Caffier schmunzelnd: „Wir haben uns als Polizei nicht zu verstecken.“ Er spielte damit auf die etwas abgelegene Lage der Station in der Lederstraße an. Worauf der Leiter der zuständigen Polizeiinspektion Ludwigslust, Hans-Peter Günzel, entgegnete, dass die Station trotzdem gut liege, nämlich nahe der Problemgebiete. Polizei-Obermeister Uwe Schila, der Kontaktbeamter ist, erläuterte dem Minister dann, was denn hier die häufigsten Probleme sind: u. a. Garten- und Kellereinbrüche sowie Fahrraddiebstähle. Auf eine entsprechende Frage des Ministers sagte Schila: „Die Unterstützung durch das Hauptrevier in Ludwigslust ist sehr gut. Wenn ich Unterstützung brauche, kann ich mich darauf verlassen, dass sie kommt.“

Landtagsabgeordneter Detlef Müller interessierte sich speziell für das Problem der Tageswohnungseinbrüche. Inspektionsleiter Günzel verwies darauf, dass deren Zahl im gesamten Inspektionsbereich angestiegen sei. Eine spezielle Ermittlungsgruppe befasse sich mit diesen Delikten.

Im Anschluss besuchte Minister Lorenz Caffier die Freiwillige Feuerwehr Neustadt-Glewe, wo er sich mit Kameradinnen und Kameraden aus den Stadtfeuerwehren sowie den zum Amt gehörigen Wehren traf. Amtswehrführer Reinhard Sturm sagte, dass derzeit 187 Mitglieder zu den Feuerwehren gehören. Sie rücken jährlich zu 60 bis 70 Einsätzen aus. Ca. 20 davon dienen zur Brandbekämpfung, die weiteren u. a. technischen Hilfsleistungen. Ärgerlich seien die vielen Fehlalarme, denn immerhin würden dabei oftmals die Kameraden aus dem Arbeitsalltag gerissen.

Ein Kamerad warf in der Diskussion die Frage auf, ob Lehrgänge nicht verkürzt bzw. vor Ort durchgeführt werden könnten. Denn viele Interessenten im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, die gerne in die Feuerwehr eintreten möchten, schrecken dann zurück, wenn sie vier Wochen weit entfernt von Wohnort und Familien zur Ausbildung müssen. Caffier: „Ihr Gedanke ist vollkommen berechtigt. Man muss darüber nachdenken.“ Der Minister betonte, dass die öffentliche Hand bei der Freistellung der Feuerwehrleute für den Dienst Vorbild sein müsse. Nur dann könne man Gleiches auch von privaten Unternehmen erwarten.

Neustadt-Glewes Bürgermeister Arne Kröger stimmte zu und sagte, er hinterfrage ihm bekannt werdende Fälle, in denen Kollegen nicht freigestellt werden.

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