Neustadt-Glewe : „Intelligente Lösungen finden“

Das Programm „Perspektive 50 plus“ soll ältere Menschen wieder in Arbeit bringen.
Das Programm „Perspektive 50 plus“ soll ältere Menschen wieder in Arbeit bringen.

100. Arbeitsplatzvermittlung seit Januar im Regionalprojekt „Transit 50“ / Ibu-Geschäftsführer sieht Reserven vor allem in der Mobilität

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14. August 2015, 07:00 Uhr

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die seit nunmehr zehn Jahren anhält: „Transit 50“, das Regionalprojekt der Jobcenter Ludwigslust-Parchim, Prignitz und Bad Doberan. Jetzt konnte in dessen Rahmen die 100. Vermittlung in einen Job seit Jahresbeginn 2015 verzeichnet werden. Ein 51-jähriger gelernter Betonfacharbeiter, der seit sechs Jahren arbeitslos war, bekam einen Job in einem Garten- und Landschaftspflegebetrieb im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Das Institut für Berufsschulung und Umschulung (Ibu) Neustadt-Glewe setzt das Projekt in unserer Region um. Ibu-Geschäftsführer Christian Rosenkranz: „Dieses jüngste Beispiel einer Vermittlung zeigt, dass auch vor Ort Arbeitsplätze vorhanden sind. Es gilt, sie auch zu erschließen.“

Auch Rosenkranz weiß, dass die Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen immer noch relativ hoch ist. Doch dank „Transit 50“, das in das Bundesprogramm „Perspektive 50 plus“ integriert ist, konnten in den vergangenen zehn Jahren in den oben genannten Regionen 7410 Menschen erreicht werden. Rund 2200 von ihnen wurden in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis gebracht.

Zurückzuführen ist das Projekt auf eine Initiative des Neustädter Ibu. „Wir haben diese im Jahre 2000 auf der „Expo“ in Hannover vorgestellt“, blickt Christian Rosenkranz zurück. „Schon damals zeichnete sich die demografische Entwicklung ab, die sich heute verstärkt auswirkt. Doch wir haben die Entwicklung nicht als Bedrohung, sondern als Chance vor allem in Mecklenburg-Vorpommern gesehen.“

Ende diesen Jahres läuft die Förderung und damit auch das Bundesprogramm aus. Doch Rosenkranz sieht durchaus Chancen, dass die seit 2005 erfolgreiche Arbeit in das Regelgeschäft der Jobcenter übernommen werden kann. „Die Jobcenter haben heute das Know-how und die Strukturen, erfolgreich mit dem Thema ,50 plus’ umzugehen“, ist sich Rosenkranz sicher. Wichtig sei aber, dass alle Arbeitsmarktakteure, also auch die Unternehmen, in einem Netzwerk verbunden sind bzw. bleiben. „Immer wichtiger aber wird auch die Frage der Mobilität. Wie kommen die Menschen auf Arbeit? Wir müssen hier ganz neue Bedienformen und intelligente Systeme finden“, sagt Rosenkranz. Eine Möglichkeit für den Ibu-Geschäftsführer wäre hier zum Beispiel das Carsharing, also das Anmieten von Autos – auch kurzzeitig – um zum Arbeitsplatz zu kommen.

Ibu Neustadt-Glewe selbst ist nach den Worten von Rosenkranz bereit, auch künftig alle Projekte zu unterstützen, die dazu beitragen, die Ziele von „50 plus“ zu verwirklichen.

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