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Ludwigslust : Integration: So läuft es effektiver

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bessere Abstimmung bei Sprachkursen: Bildungsträger unterzeichneten in Ludwigslust Kooperationsvereinbarung

von
erstellt am 12.Sep.2017 | 19:00 Uhr

Damit dürfte die Arbeit jetzt für alle Beteiligten effektiver werden. Und Zuwanderer erhalten bessere Möglichkeiten, unsere Sprache zu lernen und sich bei uns zu integrieren.

Vertreter von zehn sogenannten Sprachkursträgern unterschrieben jetzt in Ludwigslust eine Kooperationsvereinbarung. Diese soll künftig dazu führen, Sprach- bzw. Integrationskurse im Landkreis Ludwigslust-Parchim besser aufeinander abzustimmen.

Hintergrund: In unserer ländlich geprägten Region werden die entsprechenden Kurse hauptsächlich in den Zentren Ludwigslust, Hagenow und Parchim angeboten. Die entsprechenden Träger dieser Kurse standen bisher kaum miteinander in Kontakt.

Folge: Die Veranstaltungen fanden oft im gleichen Zeitraum statt. Heidrun Dräger, Leiterin des Büros für Chancengleichheit im Landkreis: „Das konnte dazu führen, dass zum Beispiel in einem Ort drei verschiedene Träger gleichzeitig dieselben Kurse anboten, diese dann jeweils mit vielleicht nur drei oder vier Teilnehmern besetzt waren und so möglicherweise ausfallen mussten.“ Genau dieser Fall soll mit der nun unterzeichneten Kooperationsvereinbarung ausgeschlossen werden. „Künftig stehen alle Sprachkursträger miteinander in Kontakt und stimmen ihre Kurse zeitlich miteinander ab“, sagt Cindy Klechowicz, Bildungskoordinatorin für neu Zugewanderte im Landkreis.

Dabei gehe es nicht nur um reine Sprachkurse. Auch Spezialkurse, zum Beispiel für Frauen, oder Jugendintegrationskurse könnten nun durch die Träger zeitlich miteinander abgestimmt werden. In diesen Veranstaltungen wird auf die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Gruppen eingegangen.

Die Sprach- und Integrationskurse haben mit dem Zuzug von EU-Bürgern und natürlich mit der zunehmenden Zahl von Schutzsuchenden vor allem in den vergangenen beiden Jahren an Bedeutung gewonnen. Vor diesem Hintergrund weist Bildungskoordinator Niklas Sujan vom Landkreis darauf hin, dass durchaus weitere Sprachkursträger an der Kooperation teilnehmen können. „Voraussetzung ist natürlich das entsprechende Zertifikat“, so Niklas Sujan.

Nicht alle Zugewanderten indes dürfen an den erwähnten Kursen teilnehmen. Voraussetzung ist in der Regel ein fester Aufenthaltstitel. Weiter dürfen EU-Bürger teilnehmen, ebenso Personen, die durch das jeweilige Jobcenter zur Teilnahme an den Kursen verpflichtet wurden.

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