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Ludwigsluster Tageblatt

11. Dezember 2017 | 11:03 Uhr

ludwigslust : Insassen krabbelten aus Kofferraum

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Polizei verhinderte auf Rastplatz Stolpe Weiterfahrt von völlig überfülltem Kleinbus

von
erstellt am 04.Feb.2015 | 20:00 Uhr

Die Beamten trauten ihren Augen nicht: Sogar aus dem Gepäckraum krabbelten einige Personen.

Polizisten kontrollierten am frühen Mittwochmorgen auf dem Autobahn-Rastplatz Stolpe einen Kleinbus. Für die Kontrolle gab es einen speziellen Grund: Zeugen hatten die Beamten alarmiert, weil ihnen der Mercedes-Transporter irgendwie zu voll erschien.

Der Schein trog nicht. Sprecher Klaus Wiechmann von der zuständigen Polizeiinspektion Ludwigslust sagte: „Die eingesetzten Beamten der Autobahnpolizei zählten in dem Mercedes-Kleinbus insgesamt 15 Insassen, die privat unterwegs waren. Weil die Plätze nicht ausreichten, kauerten einige Personen sogar im Gepäckraum des Fahrzeuges.“ Der Kleinbus kam aus Rumänien, war unterwegs nach Dänemark.

Wenigstens mussten die 15 Insassen nicht die ganze Tour aus dem Balkanland dermaßen zusammengedrängt in dem nur neunsitzigen Bus verbringen. Der Fahrer erklärte den erstaunten Polizisten nämlich, dass die Truppe ursprünglich in zwei Autos unterwegs war – dem Transporter und einem Pkw. Letzterer aber habe auf der Autobahn bei Berlin eine Panne gehabt. So habe man sich entschlossen, den Pkw stehen zu lassen und die „gestrandeten“ Insassen im Kleinbus mitzunehmen. Wobei natürlich die Frage steht, wieviele Personen denn zuvor eigentlich im Pkw gesessen haben.

Weil zumindest sein Kleibus überfüllt war, musste der 32-jährige Fahrer eine sogenannte Sicherheitsleistung von umgerechnet 230 Euro zahlen.

Die Fahrt konnten später alle 15 Personen fortsetzen. Aber erst, nachdem die Reisenden in Hamburg bei Bekannten angerufen hatten und von dort ein „Ersatzfahrzeug“ geschickt worden war.


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