Kreishandwerkerschaft Südwestmecklenburg : Innungsbetriebe beweisen Stabilität

<fettakgl>Handwerk auf Nachwuchssuche:</fettakgl> Die Handwerkskammer Schwerin lädt am 19. Januar  zum großen Tag der offenen Tür in das Berufsbildungs- und Technologiezentrum ein. <foto>Archiv</foto>
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Handwerk auf Nachwuchssuche: Die Handwerkskammer Schwerin lädt am 19. Januar zum großen Tag der offenen Tür in das Berufsbildungs- und Technologiezentrum ein. Archiv

Handwerksfirmen setzen auf Stabilität und Nachwuchssuche: Die Betriebe der Kreishandwerkerschaft Südwestmecklenburg haben zu Jahresbeginn rund 100 Meldungen an freien Stellen und Ausbildungsplätzen abgegeben.

svz.de von
18. Januar 2013, 10:18 Uhr

Ludwigslust | Gute Nachrichten für die Kreishandwerkerschaft Südwestmecklenburg gleich zu Beginn des neuen Jahres: Die Handwerksbetriebe im Einzugsbereich haben nach der ersten Woche rund 100 Meldungen an freien Stellen und Ausbildungsplätzen abgegeben. "Das ist sehr erfreulich und zeigt, dass die Betriebe bereit sind, auszubilden", bringt es Kreishandwerksmeister Hans-Werner Mrowiec beim gestrigen Gespräch in der Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft in der Lindenstraße auf den Punkt.

Angebot geht querbeet durch alle Gewerke

"Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage unter den Handwerksbetrieben hat gezeigt, dass die Unternehmen auch im Jahr 2013 schon wieder volle Fahrt aufgenommen haben. Das Angebot an Ausbildungsplätzen und Praktikumsstellen geht querbeet durch alle Gewerke. Die Betriebe mit zehn Beschäftigten suchen dabei aber vorrangig nach Azubis für ihr Handwerk", ergänzt Birgit Ludwig, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft. Auch in den Betrieben der Region Südwestmecklenburg ist der demografische Wandel spürbar, es wächst eine neue Handwerkergeneration heran. Noch gibt es bei der Suche nach geeigneten Nachfolgern zur Übernahme eines Handwerksbetriebes keine Probleme, auch die Zahl der Mitgliedsunternehmen im Einzugsbereich der Kreishandwerkerschaft hält sich stabil. "Im Jahr 2012 gab es nur einen Innungsaustritt wegen Insolvenz, aus der Handwerksrolle wurden elf Betriebe gelöscht. Fünf Unternehmen wurden einem Nachfolger übergeben, acht neue Betriebe kamen hinzu. Im Vergleich zum Vorjahr sind das nur sieben Innungsbetriebe weniger. Aktuell liegt diese Zahl bei 598", war von Birgit Ludwig zu erfahren.

Hinter ihr, den Mitarbeitern der Geschäftsstellen in Ludwigslust und Parchim sowie den Vertretern der Handwerksbetriebe liegt auch schon ein erfolgreicher Auftritt beim jüngsten Berufsstartertag von AOK und VR-Bank in Ludwigslust. "Der nächste Termin steht schon ins Haus, wir werden als Handwerkerschaft am kommenden Sonnabend in Schwerin zu Gast sein. Die Handwerkskammer Schwerin lädt am 19. Januar zu ihrem großen Tag der offenen Tür in das Berufsbildungs- und Technologiezentrum ein."

Die Besucher erwartet dort ein buntes und vielseitiges Programm mit viel Information, Unterhaltung und jeder Menge Action. Zahlreiche Handwerksbetriebe haben über 100 frische Ausbildungsplätze im Gepäck und zeigen an ihren Ausstellungsständen oder in den Werkstätten ihr Können. Jeder kann mitmachen und sich ausprobieren, z. B. beim Bau einer Heuharke, bei der Erstellung eines Gipswappens, beim Frisieren oder beim Arbeiten mit Metall. Wer an der gesamten Werkstattrallye teilnimmt, kann als Hauptgewinn ein neues Apple iPad gewinnen.

Vorbereitungen auf die Brotprüfung laufen

Im Kalender der Kreishandwerkerschaft Südwestmecklenburg sind für die nächsten Monate bereits einige wichtige Termine vermerkt. "Die Vorbereitungen auf die Brotprüfung im Februar laufen, die Friseurshow und die HGV-Messe in Ludwigslust sind in Vorbereitung. Jüngst hatten wir ein gutes Gespräch mit Parchims Bürgermeister Bernd Rolly, da ging es um das Thema Ausschreibungen", ergänzte Birgit Ludwig. "Zu den Schwerpunkten der handwerklichen Auftragslage wird in diesem Jahr auf alle Fälle die Sanierung von Schulen und Kitas gehören. Auf diese Aufgaben werden sich unsere Handwerksbetriebe orientieren müssen", sagt Kreishandwerksmeister Mrowiec. "In Zusammenhang mit der Nestlé-Ansiedlung in Schwerin erreichen uns auch immer wieder Anfragen, warum es denn ein Anbieter aus Bayern sein muss und nicht regionale Unternehmen eine Chance bekommen. Handwerksbetriebe aus unserer Region können aber als Subunternehmer der Auftraggeber dieses bedeutenden Wirtschaftsprojektes mit einbezogen werden", bringt es Birgit Ludwig zum Ausdruck. Überlegenswert sei aus Sicht des Kreishandwerksmeisters, sich als Handwerksbetrieb zu einer Arbeitsgemeinschaft von zwei oder drei Unternehmen zusammenzuschließen, um die eigenen Chancen zu erhöhen, Aufträge auch in dieser Größenordnung zu bekommen.

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