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Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 10:50 Uhr

Ludwigslust : Innenstadt weiter stärken

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Entwurf für neues Ludwigsluster Einzelhandelskonzept steht. Geschäft „Kleinstadtkinder“ erweitert das Angebot in der Schlossstraße

svz.de von
erstellt am 13.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Ludwigslust hat eine starke Innenstadt, insgesamt 125 Einzelhandelsbetriebe und kaum Leerstand. So schätzen es zumindest die Verfasser des Entwurfs des neuen Einzelhandelskonzepts für die Lindenstadt ein. Auch die Ludwigslusterin Kathrin Förster sieht hier Potenzial und eröffnete in der Schlossstraße den Kinderladen „Kleinstadtkinder“.

„Ludwigslust ist versorgungstechnisch sehr gut abgedeckt und weist eine hohe Attraktivität auf.“ Zu diesem Fazit kam Diplom-Ingenieur Szymon Smolana, als er den Entwurf für die Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes im Lichthof des Rathauses vorstellte. Während der Mitarbeiter des Stadtforschungs- und Planungsbüros Junker+Kruse aus Dortmund fast ausschließlich positive Aspekte erwähnte, zeigten sich die Besucher der Veranstaltung nicht begeistert. Besonders die nicht geplante Nahversorgung für das Wohngebiet Georgenhof sorgte für Unmut. „Verhinderungskonzept“ hörte man dazu aus den Reihen der Besucher. Smolana dazu: „Wir haben den Standort Georgenhof in der aktuellsten Analyse berücksichtigt und empfinden es derzeit als nicht ratsam, hier ein Nahversorgungszentrum zu errichten.“ Zu diesem Schluss sei man unter anderem aufgrund von Analysen der Lage, Einwohnerzahlen und Anzahl der Neubauten gekommen. Diese Einschätzung sei jedoch nur auf die momentane Situation bezogen und könne sich mit anderen Gegebenheiten auch ändern.

Der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Rades versicherte allen Anwesenden, dass man sich weiterhin mit dem Standort Georgenhof auseinandersetzen werde. Das neue Einzelhandelskonzept steht am Donnerstag auch auf der Tagesordnung für den Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr (18 Uhr im Rathaussaal).

Das Planungsbüro Junker+Kruse rät in seinem Entwurf außerdem dazu, sich auf die Sicherung und Stärkung der Innenstadt zu konzentrieren. Dazu gehören vor allem das Lindencenter, die Schloss-, Linden- und Breite Straße. Auch die Ludwigslusterin Kathrin Förster sieht genau in diesem Bereich Chancen und eröffnete Anfang des Monats in der Schlossstraße ihr Textilgeschäft „Kleinstadtkinder“.

Die dreifache Mutter kommt eigentlich aus der Altenpflege. Nach der Elternzeit mit der jüngsten Tochter sehnte sie sich jedoch nach einer anderen Beschäftigung. „Ich habe zwei kleine Kinder, und das hätte mit den Arbeitszeiten nicht mehr funktioniert.“ Die Idee zu einem textilen Einzelhandel für Kinder hatte die 36-Jährige schnell. „Natürlich kann man in Ludwigslust schon Kinderkleidung kaufen, aber dann laufen ja irgendwann alle mit denselben Klamotten herum.“ Außerdem sei es ihr wichtig, Kinderkleidung ohne schädliche Inhaltsstoffe anzubieten. „Ich bevorzuge Baumwolle“, betont Kathrin Förster.

Bei der Suche nach einem geeigneten Geschäft half Henrik Wegner weiter, der bei der Stadt Ludwigslust für die Wirtschaftsförderung zuständig ist. „Ich finde es toll, dass eine junge Frau den Schritt in die Selbstständigkeit wagt und das Angebot in der Schlossstraße damit erweitert“, erklärt Wegner.

Bei der neuen Arbeit wird Kathrin Förster außerdem von ihrer Schwester unterstützt. „Wenn ich zu einem Händler muss, hält sie hier die Stellung“, sagt die junge Mutter. Denn auch an diesen Tagen möchte die Ludwigslusterin ihren Kunden persönliche Beratung und Betreuung bieten.

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