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Ludwigsluster Tageblatt

23. September 2017 | 00:37 Uhr

Ludwigslust : Inklusion - große Herausforderung

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Aktionstag aus Anlass des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Behinderten auf dem Alexandrinenplatz in Ludwigslust

von
erstellt am 10.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Zehn Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen im Zebef geschaffen, Aktivitäten für Menschen mit Handicap organisiert, eine Mitarbeiterin der Lewitz-Werkstätten ist beim Behindertenverband Ludwigslust angestellt – das und vieles mehr haben Besucher beim Info-Stand am „Café Inklusion“, eine Initiative anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Aktion Mensch, auf die runden Aufkleber geschrieben. Viele kluge Ideen und Gedanken sind da zum Thema „Was haben wir, was habe ich schon erreicht, was habe ich noch vor, was haben wir noch vor “ geäußert worden. Es geht um behinderte Menschen, um Inklusion: Zu diesem Aktionstag hatte der Verein Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Ludwigslust und Umgebung e.V. gemeinsam mit dem Behindertenverband, dem Blinden- und Sehschwachenverband sowie der Lewitz-Werkstätten gGmbH am Alexandrinenplatz/Übergang Käthe-Kollwitz-Straße eingeladen. „Mit der Resonanz können wir zufrieden sein“, sagte Dr. Almut Schultz, die Vorsitzende des Lebenshilfevereins. „Wir sind nicht nur mit vielen Kommunal- und Landespolitikern, sondern auch mit zahlreichen Bürgern zum Thema Inklusion ins Gespräch gekommen“, weiß Werner Oeding, der Vorsitzende des Behindertenverbandes, zu berichten. Und sie hatten alle Zeit mitgebracht: Bürgermeister Reinhard Mach, die Landtagsabgeordneten Detlef Müller und Jacqueline Bernhardt, Kreistagsmitglied Melitta Roock oder Ludwigslusts Stadtpräsident Helmut Schapper. Inklusion ist zwar oft in aller Munde, es gibt aber noch viel zu tun, um dieses wichtige gesellschaftliche Vorhaben in die Tat umzusetzen. Alle Menschen sollen gleichberechtigt am Leben teilnehmen – mit oder ohne Behinderung. Damit gemeinsames Lernen, Arbeiten, Wohnen und ein Leben ohne Barrieren selbstverständlich wird. Für viele Menschen ist der Begriff Inklusion immer noch ein „Buch mit sieben Siegeln“. Andere wissen längst, dass es um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Bereichen unseres Lebens geht. So oder so – Inklusion ist ein gewaltiger gesellschaftlicher Veränderungsprozess. „Den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen haben wir zum Anlass genommen, gemeinsam Rückschau über das bisher Erreichte zu halten. Aber auch darüber zu sprechen, was noch getan werden muss, um die Bedingungen von Menschen mit Behinderungen weiter zu verbessern“, so Dr. Almut Schultz. Im Gespräch mit den Politikern wurde immer wieder festgestellt, dass alles mit dem Geld zusammenhängt. „Aber man kann nicht nur immer alles am Bund festmachen, die Kommunen müssen beim Thema Inklusion auch ihrer Verantwortung gerecht werden“, so Almut Schultz. „Wichtig ist auch, dass mit den kommunalen Mitarbeitern mehr über Inklusion gesprochen wird“, ergänzt Werner Oeding. Auf einem Aufkleber stand das, was die Idee der Inklusion wohl am ehesten zum Ausdruck bringt: „Das Leben mit Behinderten so zu gestalten, dass es nicht mehr nötig ist, zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen zu unterscheiden.“

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