Ludwigslust : Ingenieur mit Lust auf Politik

Seine Ziele klar vor Augen hat Heiko Böhringer aus Ludwigslust. Er will am 27. Mai die Wahl gewinnen.
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Seine Ziele klar vor Augen hat Heiko Böhringer aus Ludwigslust. Er will am 27. Mai die Wahl gewinnen.

Die Alternative für Ludwigslust schickt Heiko Böhringer ins Rennen im Kampf um den Bürgermeister-Posten

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17. April 2018, 14:00 Uhr

Sein Geburtstag könne niemand vergessen, schließlich ist es der Tag der Deutschen Einheit. Heiko Böhringer, geboren am 3. Oktober 1963, will Bürgermeister der Stadt Ludwigslust werden. Gewählt wird am 27. Mai. Für die Alternative für Ludwigslust, die AfL, geht er ins Rennen. Seine Berufsbezeichnung sei zu lang, hieß es beim Gemeindewahlausschuss vor wenigen Wochen. Deshalb musste sie auf 26 Zeichen eingedampft werden. Kein Problem für den Diplom-Ingenieur für Informationstechnik. Aufgewachsen in einem Medizinerhaushalt wusste Heiko Böhringer schnell, dass es diese berufliche Richtung nicht werden wird. „Ich habe 1982 meinen Abschluss an der EOS gemacht. Danach war ich vier Jahre lang bei der Volksmarine.“ Dort absolvierte der gebürtige Ludwigsluster seine Navigationsausbildung. Kam zum ersten Mal mit Computertechnik in Kontakt. Die Leidenschaft war entflammt. „Ich wusste, dass meine Reise in diese Richtung gehen wird.“

Mittlerweile arbeitet Heiko Böhringer seit vielen Jahren als selbstständiger Ingenieur. Entwickelt Systemanwendungen fürs automatische Arbeiten. „Mit diesem Roboter kann eine Fläche von 600 bis 800 Quadratmetern in kürzester Zeit gemauert werden.“ Für den Bürgermeisterkandidaten geht es um innovative Ideen – auch für seine Heimatstadt. „Wenn wir wollen, dass unsere Region wirtschaftlich stark ist, brauchen wir eigene Produkte.“ Stehen bleiben, das wolle Heiko Böhringer in keinem Fall – weder privat noch beruflich. Deshalb packt er die Gelegenheit am Schopfe und kandidiert. „Es muss uns in den nächsten Jahren gelingen, junge und gut ausgebildete Leute herzubekommen.“ Deshalb beschäftigt sich der Kandidat auch mit der Wohnbausituation in der Lindenstadt und dem demografischen Wandel. „Wir brauchen genug Wohnbauflächen im Innenbereich der Stadt.“

Wirtschaftliche Entwicklung, Wohnsituation, Brutto-Löhne... Themen, die Heiko Böhringer angehen möchte. Seit vielen Jahren kämpft der Ludwigsluster auch gegen Windkraft – gehört der Partei „Freier Horizont“ an. Der 54-Jährige kämpft nicht nur gegen Windkraftanlagen, sondern auch gegen Lärm. „Direkt an der Bahnlinie von Ludwigslust könnten Lärmschutzwände aufgestellt werden mit Solarmodulen.“ Damit wolle er zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen. Weniger Lärm und Energiewende in einem.

Der Vollblutingenieur hat zwei Töchter, einen Sohn und bereits zwei Enkelkinder. „Mein Sohn ist mir recht ähnlich. Er hat gerade sein Studium in Kiel angefangen – Geschichte und Politik.“ Politisch aktiv ist Heiko Böhringer mittlerweile mehrere Jahre, sitzt in der Stadtvertretung. Wenn er sich nicht um städtische Angelegenheiten kümmert oder an autonomischen Lösungen arbeitet, dann verbringt der Privatmann Heiko Böhringer viel Zeit im Garten. „Ich bin ein recht geselliger Mensch“, sagt er und lächelt. Mit der Familie oder Freunden etwas unternehmen. Das gehöre ebenfalls zum Alltag. „Das Leben ist einfach zu kostbar, um es zu verschwenden.“ Einem widme sich der 54-Jährige auch wieder – dem Zeichnen. Dabei aber entstehen wieder neue Ideen – eben Vollblutingenieur.

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