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Entwicklungskonzept A14 : Infrastruktur-Trasse soll zur Lebensader werden

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Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Regionales Entwicklungskonzept an der künftigen Autobahn 14 vorgestellt. Die Städte und Gemeinden an der künftigen Autobahn 14 bündeln ihre Kräfte, um attraktive Wirtschafts- und Lebensangebote zu machen.

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erstellt am 19.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Konzepte gab es zuhauf, Beratungen auch, Arbeitsgruppen nicht minder. Und doch ist es diesmal anders. Der Brenzer Bürgermeister Henry Topp: „Wir hatten heute Nachmittag Einwohnerversammlung. Die Menschen haben gesagt: Ihr müsst das schaffen, dass unsere Kinder und Enkel hier bleiben und unsere Häuser später übernehmen.“

Worauf er anspielt: Am gestrigen Abend wurde das Regionale Entwicklungskonzept REK A 14 vorgestellt. Es ist die Basis der regionalen Kooperation der Kommunen rund um Ludwigslust, Neustadt-Glewe und Grabow. „Wir bekommen mit der Autobahn eine Infrastruktur-Trasse. Es geht darum, daraus eine Lebensader für die Region zu schaffen“, so der Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach.

Was aus den Eingangsworten des Brenzer Bürgermeisters deutlich wird: Die Menschen haben Erwartungen. Sein Grabower Amtskollege Stefan Sternberg sagt darum auch: „Der Schwung der letzten fünf Monate muss beibehalten werden. Wir können es uns nicht leisten, im Tempo nachzulassen.“

Die CIMA Beratungs- und Management GmbH hat das Konzept geschrieben, das unter anderem sechs Leitprojekte enthält, darunter die Einsetzung eines Regionalmanagers und den perspektivischen Bau eines Rasthofes.

Zwei Standorte der Konzeptregion eignen sich laut CIMA besonders gut für eine überregionale Vermarktung und die Ansiedlung von leistungsstarken Unternehmen: die Anschlussstellen A 24 Neustadt-Glewe–Brenz und A 14 Grabow–Ludwigslust-Süd.

Die Betriebsamkeit hat Hintergründe: Die A 14 ist in Kombination mit der A 9 künftig die kürzeste Verbindung zwischen dem Ostseeraum und der Metropolregion München. Zudem bietet die A 14 eine Alternative, um die stark belasteten A 1 und A 7 zu umgehen. „Mit dem Bau der festen Fehmarnbelt-Querung könnte die Bedeutung dieser Verkehrsachse als ,Bypass‘ für den Hamburger Raum weiter zunehmen“, so die CIMA.

Auf die Kommunen kommt harte Arbeit zu – zum Beispiel bei der Schaffung attraktiver Lebensbedingungen. „Eine Firma, die sich bei uns im Gewerbegebiet Wanzlitz ansiedeln will, legt ausdrücklich großen Wert auf attraktiven Wohnraum. Den mussten wir ihr nachweisen“, erklärt der Grabower Bürgermeister Stefan Sternberg, wo heute die Messlatte liegt.

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