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Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 12:35 Uhr

Gross Laasch : Indien und Sri Lanka in Laasch

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Verena und Hartmut Ziegler hat das Fernweh gepackt / Reiseberichtsabend im Kulturhaus der Gemeinde in Vorbereitung

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2016 | 19:00 Uhr

Verena Ziegler und Andrea Weinke-Lau hängen Bilder im Kulturhaus auf. Es sind digitale Erinnerungen an die exotische Reise nach Indien und Sri Lanka, die Verena und Hartmut Ziegler unternommen haben.

Und schon sind die Geschichten wieder präsent. Auf dem einen Foto strahlt eine sri-lankische Teepflückerin trotz ihrer schweren Arbeit. In 2000 Meter Höhe wächst der beste ceylonesische Tee, der mit der Hand gepflückt und binnen 24 Stunden verarbeitet wird.

Ein anderes Bild zeigt Männer mit prächtigen gelben Turbanen im indischen Bundesstaat Rajasthan, die einen Palast bewachen. Einer von ihnen hat den Touristen aus Deutschland gezeigt, wie ein Turban gebunden wird. „Die Tücher sind bis zu 20 Meter lang“, erzählt Verena Ziegler. „Das auf dem Foto war aber kürzer.“

Eine Serie Fotos von der Reise wird gerade im Kulturhaus aufgehängt. Einen Reisebericht dazu hält das Ehepaar Ziegler am 27. April ab 18 Uhr im Kulturhaus Groß Laasch.


Für Lebensbedingungen interessiert


Dabei wird es nicht nur um Sehenswürdigkeiten und atemberaubende Landschaften gehen. Verena und Hartmut Ziegler haben sich auch für die Lebensbedingungen der Menschen interessiert. Sie waren im relativ trockenen Norden Indiens, im Bundesstaat Rajasthan, unterwegs. Geprägt von großer Armut, von Frauen, die auf den Feldern arbeiten. „Wir haben aber auch gesehen, dass die Industrialisierung der Landwirtschaft beginnt. Das ist schädlich für die kleinen Bauern, weil sie ihrer Existenzgrundlage beraubt werden. Die Selbstmordrate ist hoch“, schildert Verena Ziegler.

Das Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen hat Zieglers fasziniert – und die Aussage des Dalai Lama, dass Ethik wichtiger sei als Religionen, weil letztere stets ein Gewaltpotenzial bergen würden.


Mit dem Moskwitsch nach Moskau


Verena Ziegler hat sich von jeher für fremde Kulturen interessiert. Das begann schon, als sie – 18-jährig – mit Eltern und der Schwester per PKW Moskwitsch nach Moskau unterwegs war. Sie erinnert sich an die Frau in Brest, die die Deutschen beschimpfte, und an den Mann, der einen Eimer verbog, um Benzin in den Moskwitsch einzufüllen, mit dem er ausgeholfen hatte.


Kabinen-Stewardess auf „Völkerfreundschaft“


Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft, Fachrichtung Seeverkehr, in Rostock, jobbte sie 1976 als Kabinen-Stewardess auf dem legendären DDR-Urlauberschiff „Völkerfreundschaft“. Es ging durch die Ostsee über Gdingen (polnisch Gdynia), Tallinn und Riga nach Leningrad (heute Sankt Petersburg) mit der Möglichkeit diverser Landgänge.

Mit dem Fall der Mauer begann die Reisefreiheit erst richtig. „Mit unseren beiden Töchtern flogen wir in die Türkei, nach Bulgarien, Griechenland und an die Ostküste der USA“, erinnert sich Verena Ziegler.

Später machte sich das Ehepaar allein auf den Weg zu Rundreisen mit Reiseveranstaltern. Beide sind begeistert von Afrikas Tierwelt. Aber auch die Vegetation und die Wüsten Südafrikas, Namibias und Botswanas begeisterten die beiden Groß-Laascher.


Unter dem Dach von „Groß Laasch Flexibel“


Der Abend über Indien und Sri Lanka ist nicht die erste Reiseveranstaltung unter dem Dach des Vereins Groß Laasch Flexibel. „Wir beteiligen uns an den Kosten für die Ausstellung und beim Reiseberichtsabend“, sagt die Vereinsvorsitzende Andrea Weinke-Lau.

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