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Ludwigsluster Tageblatt

23. Oktober 2017 | 19:21 Uhr

Ludwigslust : In Minutenschnelle Leben retten

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Wie wichtig Brandschutzübungen in Firmen sind: Führungskräfte der Ortsfeuerwehren gaben beim Wirtschaftsfrühstück Auskunft

von
erstellt am 07.Jul.2016 | 21:00 Uhr

„Werden wir zu einem kritischen Wohnungsbrand gerufen, dann sollten nach Alarmierung, Ausrücken und Erreichen des Einsatzortes nicht mehr als zwölf Minuten vergehen. Dann nach weiteren fünf Minuten sollten Menschen aus einem verqualmten Haus oder Wohnung gerettet werden. Ansonsten werden die Überlebenschancen immer geringer“, skizzierte Sebastian Meier gestern Vormittag im Feuerwehrhaus die Abläufe bei einem Einsatz dieser Kategorie. Zuhörer waren an diesem Tag Unternehmer aus der Region, die sich zum traditionellen Wirtschaftsfrühstück mit Wirtschaftsförderer Henrik Wegner und Bürgermeister Reinhard Mach eingefunden hatten. Gemeindewehrführer Bodo Thees machte anhand von Einsatzzahlen in der Runde deutlich, mit welch großem ehrenamtlichen Aufwand die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen aus den fünf Ortswehren Ludwigslust, Techentin, Hornkaten, Kummer und Glaisin tagtäglich ihren Dienst nach den Leitprinzipien „Retten-Löschen-Bergen-Schützen“ versehen. Sebastian Meier referierte über das Spektrum der Einsatzgebiete, technische Ausstattung und Ausbildung der Feuerwehrleute. Lars Warnke sprach vor den Unternehmern über die Jugendarbeit in den Feuerwehren.

„Im Jahre 2015 hatte die Ludwigsluster Wehr 150 Einsätze, die Techentiner 46, Kummer 10, die Glaisiner und Hornkatener kamen auf neun Einsätze“, so Bodo Thees. Da waren Hilfeleistungen bei schweren Unfällen darunter, Brandbekämpfung, Beseitigung von Sturmschäden. „Eine Schwerpunktfeuerwehr wie die Ludwigsluster muss bei einem Einsatz immer mit 22 Man ausrücken. Weil das nicht durchgängig zu schaffen ist, rücken die Ludwigsluster oft gemeinsam mit der Techentiner Wehr aus, um die Stärke zu erreichen“, so Bürgermeister Mach und hob die Bedeutung jeder einzelnen Wehr hervor. „In Ludwigslust werden wir ohne Not keine Wehr auflösen, es macht auch keinen Sinn, die Feuerwehren zusammenzulegen. Wir wollen alle Feuerwehren aufrechterhalten und das solange tun, wie es Kameradinnen und Kameraden gibt, die bereit sind, sich ausbilden zu lassen“, so der Bürgermeister. Die Feuerwehren sind Basis der Organisation in den Orten, sind wichtige Träger des gesellschaftlichen Lebens in den Städten und Dörfern.

„Und wenn wir Mitarbeiter für die Stadtverwaltung gewinnen und diese Mitglied in der Feuerwehr sind und wie anderen Bewerber über gleiche Qualifikation und gleiche Eignung verfügen, sollten diese bei der Besetzung der Stellen bevorzugt werden“, so der Bürgermeister. Reinhard Mach wandte sich an die Unternehmer, diesem Beispiel zu folgen. Das wäre ein wichtiges Zeichen, dass auch die Unternehmen das große ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute würdigen. Und es ist auch so, dass viele Firmen und Unternehmen auch auf die Feuerwehr zugehen, mit der Bitte, bei ihnen Brandschutzübungen durchzuführen. So wie es im April bei einem Baumarkt in Ludwigslust passierte. Der Marktleiter war aber dann doch überrascht, dass die Alarmierung über den Sicherheitswachdienst nicht so klappte, wie es eigentlich hätte sein sollen. Da stellte auch Gemeindewehrführer Bodo Thees die Frage, ob es nicht besser wäre, die Brandmelderanlage direkt über die Einsatzleitstelle in Schwerin aufzuschalten - damit es im Ernstfall dann wirklich schnelle Hilfe von der Feuerwehr gibt.

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