Neustadt-Glewe : In diesem Keller entstehen einzigartige Schätze

Sie gehen ihrem Hobby seit vielen Jahren im Keramikkreis nach: Charlotte Gierk, Inge Heuer, Hella Illig (stehend l.), Anita Wichmann, Christine Brüning und Brigitte Groll (v. l.). Fotos: andreas münchow
1 von 2
Sie gehen ihrem Hobby seit vielen Jahren im Keramikkreis nach: Charlotte Gierk, Inge Heuer, Hella Illig (stehend l.), Anita Wichmann, Christine Brüning und Brigitte Groll (v. l.). Fotos: andreas münchow

Sechs Neustädterinnen haben sich der Keramik-Kunst verschrieben / Ausstellung in der Stadtkirche

von
14. November 2014, 07:00 Uhr

Wer in diesen Tagen in die evangelisch-lutherische Stadtkirche St. Marien zu Neustadt-Glewe kommt, staunt: Entlang der Nordwand zieren bunte Keramik-Reliefs den Kirchenraum. Es sind Werke des Kleinen Keramikkreises Neustadt-Glewe. Der Kreis – das sind fünf Neustädterinnen, die sich dieser Form der Kunst verschrieben haben: Christine Brüning, Charlotte Gierk, Brigitte Groll, Inge Heuer und Anita Wichmann. Genau genommen sind es sechs Frauen, denn sie arbeiten unter der künstlerischen Anleitung von Hella Illig.

Seit vielen Jahren treffen sie sich immer donnerstags im Keller des Hauses von Hella, gehen hier ihrem Hobby nach. „Wir produzieren Figuren und kleine Gebrauchsgegenstände wie zum Beispiel Vasen oder Schalen“, erläutert Hella Illig, die sich seit 25 Jahren mit Keramik beschäftigt.

Ganz wichtig ist den Neustädterinnen, dass sie nichts für den Kommerz herstellen. Alles, was im Keller entsteht, wo auch ein Brennofen steht, kommt zu Hause in die eigenen Regale, wird zu verschiedenen Anlässen verschenkt oder aber findet zunächst in Ausstellungen Platz. So wie die Reliefs in der Kirche zu Neustadt-Glewe. „Ich hatte ein Thema für die diesjährige Aktion ,Kunst Offen’ im Juni gesucht“, erzählt Hella Illig, die zur Kirchengemeinde gehört. „Dabei fiel mir ein Kinderbuch in die Hand, in dem es um die Arche Noah ging. Dort waren in einer Bilderfolge geknetete Figuren abgebildet. Ich habe mir gesagt, diese Geschichte kann man auch in einer keramischen Bilderfolge gestalten.“ Brigitte Groll erinnert sich: „Wir waren begeistert und gingen ans Werk.“ So entstand von Januar bis Juni dieses Jahres eine beeindruckende Bilderfolge aus über 20 Relief-Tafeln.

Pastorin Silke Draeger freut sich, dass es gerade Motive der Arche Noah sind, die jetzt in der Kirche ausgestellt sind. „Es ist die erste Ausstellung hier, nachdem die Baugerüste für die Dachsanierung im Innern der Kirche entfernt wurden“, sagt Pastorin Draeger. „Die Motive werden auf jeden Fall bis Weihnachten hier zu sehen sein.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen