Ludwigslust : In der Region viele Spuren hinterlassen

Obermeister Karl-Heinz Weißhaupt (r.) überreichte Horst Hintze gestern eine Ehrenurkunde zum 50-jährigen Geschäftsjubiläum.
Obermeister Karl-Heinz Weißhaupt (r.) überreichte Horst Hintze gestern eine Ehrenurkunde zum 50-jährigen Geschäftsjubiläum.

Bauunternehmer Horst Hintze aus Ludwigslust ist seit 50 Jahren selbstständig / Glückwünsche zum 75. und zum Geschäftsjubiläum von der Handwerkerschaft

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22. Januar 2018, 21:00 Uhr

Viele Spuren hat der Bauunternehmer Horst Hintze in seinem beruflichen Leben hinterlassen, hat im wahrsten Sinne des Worten in den vergangenen Jahrzehnten in der Region vieles mit aufgebaut. Zu seinem 75. Geburtstag am Sonntag musste der Baufachmann schon viele Hände schütteln, gestern fanden sich ebenso zahlreiche Gäste zu einem besonderen Anlass ein: Seit 50 Jahren ist Horst Hintze selbstständig. Zu den ersten Gratulanten gehörten Peter Günther, Präsident der Handwerkskammer Schwerin, Ludwigslusts Stadtpräsident Helmut Schaper, die Landtagsabgeordnete Maika Friemann-Jennert und Bürgermeister-Kandidat Heiko Böhringer. Glückwünsche übermittelten auch Kreishandwerksmeister Hans-Werner Mrowiec und der Obermeister der Bauinnung Ludwigslust-Hagenow, Karl-Heinz Weißhaupt. „Karl-Heinz ist mein Nachfolger“, sagt Horst Hintze, der selbst 27 Jahre, von 1997 bis 2004, Obermeister der Bauinnung Ludwigslust war. Für den heute 75-Jährigen gab es im elterlichen Hause in Klein Krams schon handwerklich viel zu tun. „Ich sollte Schlachter werden, aber das wollte ich nicht. Ich war froh, als ich dann in Tewswoos eine Lehrstelle auf dem Bau bekam.“ Anderthalb Jahre ist er dann immer mit dem Fahrrad zur Berufsschule nach Ludwigslust gefahren. Als Horst Hintzes Lehrzeit 1958 begann, gingen schon viele junge Leute in den Westen. Das wollte er ursprünglich auch. „Aber mein Onkel sagte mir, ohne Gesellenbrief brauchst du da nicht hinzugehen.“

Im Jahre 1961 machte er seinen Facharbeiter, 1970 legte er die Meisterprüfung im Maurerhandwerk ab. Horst Hintze hatte, wie er selbst sagte, das große Glück, in Grabow ein Gewerbe zu bekommen. 1968 übernahm er im Alter von 25 Jahren den Betrieb seines Ausbilders Emil Zurell in Grabow. Im Jahr 1973 folgte der Umzug des Betriebes nach Ludwigslust. Die berufliche Haupttätigkeit und auch Berufung lag dann vor allem in der Restaurierung alter historischer Bausubstanz. „Horst und mich verbindet, dass wir viel für die Kirche gebaut haben“, sagte Peter Günther, als er den Jubilar beglückwünschte. Als der Kirchturm in Dömitz wackelte, war Horst Hintze mit dabei, als es darum ging, das Bauwerk zu sanieren. „In 30 Meter Höhe befand sich der Ausleger und wir hatten elf Meter lange Leitern“, erinnert sich der Bauunternehmer. Verdient gemacht hat er sich auch um die Steinerne Brücke im Schlosspark, und um die Erhaltung der Schlossbrücke, auch bei der Sanierung des Louisen-Mausoleum war er mit dabei. Horst Hintze hat sich stets dafür eingesetzt, Altes zu erhalten und zu bewahren. „Wir haben versucht, hier in Ludwigslust und Umgebung viele Sachen zu retten“, so der Baufachmann, der seit Mitte der 80er-Jahre seinen Firmensitz im Rennbahnweg 8a in Ludwigslust hat.

Im Jahre 1970 begann Hintze Lehrlinge auszubilden, mehr als 30 Lehrlinge wurden in seinem Betrieb seitdem ausgebildet. „Wir haben uns oft gesehen, wenn junge Leute ihren Gesellenbrief bekommen haben“, so Handwerkskammer-Präsident Peter Günther. „Und was viele der heute hier Anwesenden nicht wissen, ist, dass Horst Hintze auch ehrenamtlich sehr aktiv und engagiert war“, ergänzt Peter Günther. „So war er langjähriges Mitglied im Vorstand der Kreishandwerkerschaft, von 1992 bis 2007 Vollversammlungsmitglied der Handwerkskammer Schwerin und von 1992 bis 2007 Mitglied im Berufsbildungsausschuss. Von 1992 bis 2007 wirkte er als Mitglied im Bauausschuss, von 1997 bis 2007 war er desen Vorsitzender.“ Für sein ehrenamtliches Engagement erhielt Horst Hintze 2003 die Ehrenurkunde und 2010 die Ehrennadel in Gold.

Seine Söhne sind mittlerweile in seine Fußstapfen getreten. Sohn Jörg Hintze führt als Diplom-Ingenieur und Maurermeister sein eigenes Bauunternehmen in Ludwigslust, Sohn Heiko leitet die Hintze Baustoffhandel GmbH in Ludwigslust.

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