Malliss : In alten Klassenbüchern gestöbert

Rosemarie Quade (l.)  berät mit den Gemeindevertreterinnen Anne Sielaff und Carola Borchers (r.)  die Jubiläumsvorbereitungen. Fotos: muen
1 von 2
Rosemarie Quade (l.) berät mit den Gemeindevertreterinnen Anne Sielaff und Carola Borchers (r.) die Jubiläumsvorbereitungen. Fotos: muen

Schulstandort Malliß begeht im Januar 50-jähriges Jubiläum / Festwoche vom 24. bis 28. Januar 2014

svz.de von
28. Dezember 2013, 10:00 Uhr

Der Zeitungsausschnitt ist schon etwas vergilbt. Das Foto neben dem Text zeigt einen Schulneubau im Stil der 60er-Jahre: die Schule Malliß. Am 30. Januar 1964 berichtete die Schweriner Volkszeitung über die Schlüsselübergabe für die neue Schule vier Tage zuvor. Im kommenden Jahr nun feiert die Einrichtung ihr 50-jähriges Jubiläum.

„Die Vorbereitungen auf den Geburtstag unserer Schule haben praktisch schon im Frühjahr 2013 begonnen“, blickt Rosemarie Quade, die Leiterin der Regionalen Schule Malliß, zurück. „Es wurde ein Festausschuss gebildet, dem Gemeindevertreter, Eltern, Feuerwehr und Jugendklub sowie Vertreter der Grund- und der Regionalschule angehören. Alle zusammen haben sich Gedanken darüber gemacht, was man zum Jubiläum auf die Beine stellen will und kann.“

Ergebnis der Überlegungen: Das Jubiläum wird mit einer Festwoche vom 24. bis 28. Januar 2014 würdig begangen. Dabei wird kein Unterschied zwischen den heutigen zwei Schulen (Grund- und Regionalschule) gemacht. Rosemarie Quade: „Es geht um das 50-jährige Jubiläum des Schulstandortes Malliß.“ Der damaligen Polytechnischen Oberschule war übrigens am 7. Oktober 1964 der Name „Wilhelm Pieck“ verliehen worden.


Festakt eröffnet Jubiläumswoche


Die Festwoche beginnt am Freitag, dem 24. Januar, mit dem offiziellen Festakt in der Turnhalle. Dazu sind 80 Gäste aus Politik, Wirtschaft, der Gemeinde, Vereinen, Partnern der Schulen sowie Bürgermeister der Nachbargemeinden eingeladen. Ebenfalls eingeladen sind ehemalige Lehrer, die längere Zeit an der Schule in Malliß unterrichtet haben, darunter auch Lehrer der ersten Stunde. Sie zu finden war gar nicht so einfach, wie Lehrer Bela Schmidt weiß. „Schüler der 10. Klasse haben in den vergangenen Monaten in alten Klassenbüchern und Prüfungsprotokollen gestöbert, sind so auf Namen von Lehrern gestoßen.“ Auch drei frühere Lehrerinnen haben geholfen, Adressen zusammen zu tragen.

Unmittelbar vor dem Festakt, der um 11.30 Uhr beginnt, wird es für die Schüler noch eine Unterrichtsstunde geben. Aber Schulleiterin Rosemarie Quade verrät: „Das wird natürlich kein ganz normaler Unterricht sein, sondern eher der Vorbereitung unseres Festes dienen.“ Nach dem Festakt haben die Teilnehmer Gelegenheit, bei einem Imbiss alte Erinnerungen auszutauschen. „Da wird das Rad der Geschichte ausnahmsweise noch einmal zurück gedreht“, schmunzerlt Rosemarie Quade.

Am Sonnabend, dem 25. Januar, stehen die Türen der Schule dann von 10 bis 13 Uhr allen Besuchern offen. Die Grund- und die Regionalschule sowie der Hort stellen sich vor. Für das leibliche Wohl sorgt unter anderem die Schülerfirma „Fette Hummel“, die Kaffee und Erfrischungsgetränke anbietet. Die Freiwillige Feuerwehr Malliß serviert mittags Eintopf aus der Gulaschkanone.

Ein besonderer Höhepunkt an diesem Sonnabend wird am Abend ab 20 Uhr das Altschülertreffen in der Turnhalle sein, zu dem alle ehemaligen Schüler, aber auch Lehrer, der Schule Malliß eingeladen sind.

Auch dafür blätterten die jetzigen Schüler wieder im Archiv. Bela Schmidt: „In alten Klassenbüchern fanden sie nicht nur die Namen der Ehemaligen sondern auch kuriose Dinge. Zum Beispiel alte Entschuldigungszettel. In einem dieser Briefe entschuldigten Eltern ihren Sohn, der am Sonnabend nicht zur Schule kommen könne, weil zu Hause ein Schwein geschlachtet werde...“

Für alle, die an diesem Abend ihre ehemalige Schule von innen sehen möchten, gibt es spezielle Führungen durch die Räume.


Alte Fotos können gerne mitgebracht werden


Wer übrigens noch alte Fotos aus der Schulzeit hat, kann sie gerne mitbringen: Um sie gemeinsam beim Austausch von Erinnerungen zu betrachten oder auch für die Bereicherung des Schularchivs. Gemeindevertreterin Carola Borchers vom Festausschuss sagt: „Wir hoffen auf viele ehemalige Schüler und Lehrer, die alte Fotos mitbringen. Die Bilder können während des Treffens eingescannt und wieder mit nach Hause genommen werden.“

Ausklingen werden die Feierlichkeiten am 27. und 28. Januar mit Unterrichtsstunden, an denen ehemalige Lehrer teilnehmen. Dabei können die Schüler auch erfahren, wie vor 30 oder 40 Jahren unterrichtet wurde. Sportlich geht es dabei am Dienstag, dem 28. Januar zu. Für diesen Tag ist von 8 bis 13.30 Uhr ein gemeinsames Sportfest für Jung und Alt in der Turnhalle geplant, an dem auch ehemalige Schüler und Sportlehrer teilnehmen. Die „Ehemaligen“ werden unter anderem beim Tischtennis, Volleyball oder Turnen in Gedanken noch einmal in die Zeit zurück kehren, als sie selbst noch als Lehrer oder Schüler aktiv waren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen