Ludwigslust : Im Rhythmus des Blutes

Wollen anderen Menschen helfen: DRK-Mitarbeiterin Heidrun Görsch (r.) nimmt Doris Matros Blut ab. „Blut ist nicht künstlich herstellbar“, erklärt Görsch – deswegen seien die monatlichen Blutspendetermine notwendig.
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Wollen anderen Menschen helfen: DRK-Mitarbeiterin Heidrun Görsch (r.) nimmt Doris Matros Blut ab. „Blut ist nicht künstlich herstellbar“, erklärt Görsch – deswegen seien die monatlichen Blutspendetermine notwendig.

DRK-Blutspendedienst macht regelmäßig in der Ludwigsluster Schule an der Bleiche Station / Kleiner Imbiss für Abgabewillige

svz.de von
08. August 2016, 21:00 Uhr

„Blut ist ein ganz besonderer Saft“, wusste schon einst Johann Wolfgang von Goethe im ersten Teil von Faust. Blut ist nicht nur in jedem Menschen vorhanden, sondern lebensnotwendig. Etwa fünf bis sechs Liter Blut pumpt das Herz durch das Gefäßsystem.

Da es durch Unfälle oder Krankheiten zu akutem Blutverlust kommen kann, sind die Ärzte und Mediziner weltweit auf Blutspenden angewiesen. Jüngst fand in der Schule an der Bleiche in Ludwigslust der monatliche Blutspendetermin des DRK-Kreisverbandes statt.

„In diesem Jahr waren bisher 370 Menschen in Ludwigslust Blut spenden“, erzählt Margitta Kunkel. Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres wären es 411 gewesen, so die Werbereferentin des DRK-Blutspendedienstes in Schwerin. In Frage für die Erstabgabe kommen junge und alte Menschen zwischen 18 und 62 Jahren. „Männer können pro Jahr sechsmal zu uns kommen und ihr Blut spenden, Frauen viermal“, so Kunkel weiter. Heidrun Görsch ist seit sieben Jahren für den DRK-Blutspendedienst dabei. „Blut ist nicht künstlich herstellbar. Deswegen sind wir auf Blutspenden aus der Bevölkerung angewiesen“, sagt die DRK-Mitarbeiterin. Bevor das Blut überhaupt genommen wird, werde der Spender erst gründlich von einem Arzt kontrolliert. Dann stechen Görsch und ihre Kollegen die Nadeln ein und nehmen das Blut ab. 0,5 Liter Blut, bei jedem Spender. „Am nächsten Tag werden die Spenden dann untersucht und dann an die Krankenhäuser in unserem Land verteilt. Da die Blutkonserve nur sechs Wochen haltbar ist, sind auch die monatliche Blutspendetermine notwendig. Sie finden wie der Kreislauf im Rhythmus des Blutes statt“, erklärt Görsch.

Doris Matros aus Wöbbelin spendete zum 57. Mal ihr Blut. „Ich war selbst einmal in der Situation, dass ich auf Blut angewiesen war. Deswegen gehe ich seit vielen Jahren zur Blutspende“, erzählt Matros. Wie die Wöbbelinerin kommen im Durchschnitt rund 70 Menschen zum monatlichen Blutspendetermin in die Schule an der Bleiche. Und nach der Blutspende gibt es auch eine „Belohnung“, wie Heidrun Görsch erläutert: „Nach der Blutabgabe bekommen die Spender einen Imbiss. Es gibt Würstchen, belegte Brötchen und natürlich auch etwas Süßes.“

Der nächste Blutspendetermin des DRK-Kreisverbandes Ludwigslust findet am 7. September wieder in der Schule an der Bleiche statt. Ziemlich wahrscheinlich ohne Johann Wolfgang von Goethe – dafür aber mit Heidrun Görsch und Doris Matros. Die eine an der Nadel und den entsprechenden Geräten, die andere als Spenderin.

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