Ludwigslust-Parchim: Ausländeranteil sehr gering : Im Kreis keine Multi-Kulti-Kultur

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Von Multi-Kulti innerhalb der Bevölkerung kann im Kreis Ludwigslust-Parchim nicht die Rede sein. Nach Angaben lebten zum 31. Dezember 2011 lediglich 3663 Menschen mit einem nicht-deutschen Pass im Kreis.

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10. Juli 2012, 10:39 Uhr

Ludwigslust | Von Multi-Kulti innerhalb der Bevölkerung kann im Kreis Ludwigslust-Parchim und überhaupt in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt wirklich nicht die Rede sein. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lebten zum 31. Dezember vergangenen Jahres hier lediglich 3663 Menschen mit einem Passdokument, der nicht auf eine deutsche Staatszugehörigkeit ausgestellt wurde.

Gemessen an der Zahl der Einwohner insgesamt, ergibt sich für den Kreis Ludwigslust-Parchim ein Anteil von 1,7 Prozent Ausländer. Rostock ist unter den nunmehr nur noch acht Kreisen und kreisfreien Städten des Landes die Region mit den meisten Ausländern, nämlich exakt 3,8 Prozent. Es folgt Schwerin mit 3,7 Prozent.

In den Kreisen leben deutlich weniger Menschen mit einer anderen Nationalität als der deutschen. Nur im Kreis Vorpommern-Greifswald sind es mit 2,2 Prozent noch über zwei, die anderen haben weniger als zwei Prozent. Am wenigsten Ausländer leben im Kreis Vorpommern-Rügen. Hier sind es lediglich 1,1 Prozent.

Hauptstadt hat insgesamt den höchsten Ausländeranteil

Im ganzen Land Mecklenburg-Vorpommern lebten zum Stichtag 31. Dezember 2011 genau 31 465 Ausländer. Gemessen an der Gesamtbevölkerung entsprach dies einem Anteil von 1,9 Prozent. Damit hat Mecklenburg-Vorpommern nach Thüringen mit 1,7 Prozent die niedrigste Zahl von Ausländern in der ganzen Bundesrepublik.

Zum Vergleich: 1996 hatten sich in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 26 346 Menschen mit einem nicht-deutschen Pass niedergelassen, bis zum Jahr 2003 wuchs ihre Zahl auf 32 002 an. Das war der bisherige Höchststand. Im vergangenen Jahr waren es dann nach Auswertung des Ausländerzentralregisters 31 465, entsprechend 4,6 Prozent oder 1397 mehr als im Vorjahr.

In der Bundesrepublik lebten Ende vergangenen Jahres 6,9 Millionen Ausländer. Rund 60 Prozent davon in den Ländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Die Hauptstadt Berlin hat insgesamt den höchsten Ausländeranteil, nämlich 13,5 Prozent.

Im Durchschnitt hat Deutschland gemessen an der Gesamtbevölkerung einen Ausländeranteil von 8,5 Prozent.

Betrachtet man die Staatsangehörigkeiten ergibt sich für Mecklenburg-Vorpommern folgendes Bild: Nach Kontinenten gegliedert liegen Europäer (20 313 Personen) mit einem Anteil von 64,6 Prozent an der Gesamtausländerzahl deutlich an der Spitze, heißt es in einer Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes.

Immerhin 11 289 Menschen stammen aus den anderen 26 Ländern der Europäischen Union. Polnische Staatsangehörige sind mit 4500 am stärksten vertreten, es folgen Russen und Ukrainer.

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