zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 03:29 Uhr

Neustadt-Glewe : Ihren Schülern ganz nah

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Zwei junge Lehrer, die seit Schuljahresbeginn an der Grundschule in Neustadt-Glewe unterrichten, ziehen eine erste Bilanz

von
erstellt am 14.Jan.2017 | 09:00 Uhr

Wenn die Lehrerin auf der Schulbank sitzt... Für Nicole Krüger kein Problem. Die 26-Jährige sucht stets einen möglichst engen Kontakt zu ihren Schülern, möchte für sie nicht die strenge „Frau Lehrerin“ sein. – obwohl auch das manchmal sicher sein muss.

Seit 1. August 2016 ist Nicole Krüger Lehrerin an der Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ in Neustadt-Glewe. In dem bald zu Ende gehenden ersten Schulhalbjahr hat die junge Frau durchweg gute Erfahrungen gemacht. „Ich durfte im September sofort die neue 1 b als Klassenlehrerin übernehmen und kann sagen, dass dies eine sehr liebe Klasse ist“, schwärmt Nicole Krüger, die Deutsch und Mathe unterrichtet.

„Wir wussten ja, dass sie eine gute Lehrerin sein wird. Immerhin hat Frau Krüger zuvor bereits anderthalb Jahre als Referendarin an unserer Schule gearbeitet und dies mit Bravour abgeschlossen“, sagt Schulleiterin Susanne Heering und ergänzt: „Sie strahlt eine Super-Ruhe aus, zeichnet sich durch eine Methodenvielfalt aus und vor allem sind die Kinder und auch die Eltern von ihr regelrecht begeistert.“

Womit wir wieder bei der eingangs erwähnten Nähe zu den Schülern sind. Nicole Krüger hat gleich zu Beginn des Schuljahres die alte Sitzordnung nach Bankreihen aufgelöst. Statt dessen stehen die Tische in der 1 b einzeln im Raum verteilt. „Ich wollte damit erreichen, dass die Kinder Gelegenheit haben, sich besser gegenseitig zu helfen. Außerdem konnte ich so gewisse Rituale einführen. Zum Beispiel haben wir eine Lese- und eine Spielecke im Raum sowie eine kleine Computerstation, wo Kinder zum Beispiel als Belohnung eine Zeit sitzen dürfen.“ Die junge Klassenlehrerin kann sich so auch selbst an die einzelnen Tische setzen, ihren Schülern helfen und zeigen, wie dies oder jenes am besten gelöst werden kann.

Auch Marten Banczyk begann am 1. August seine Tätigkeit an der Neustädter Grundschule. Der 31-Jährige unterrichtet acht der neun Klassen im Sport. Eigentlich sollte er hier schon ein Jahr zuvor als Sportlehrer beginnen, doch damals gab’s noch keinen Bedarf an der Schule. „Frau Heering versicherte mir damals aber, dass sie meine Unterlagen ins Fach legen und wieder auf mich zukommen würde.“ Was die Schulleiterin auch tat. „Ich wusste aus seinen Unterlagen, dass Herr Banczyk sehr gute Referenzen hatte und wollte ihn unbedingt als Sportlehrer hier haben“, lacht Susanne Heering.

„Im Unterricht müssen Spaß und Sport zusammen kommen“, ist die Devise von Marten Banczyk. „Die beste Belohung für mich ist, wenn die Kinder nach dem Unterricht ,kaputt’ vom Austoben sind“, schmunzelt er. So streut er zwischen Laufen, Liegestütze, Klimmzüge und Rumpfbeugen auch immer wieder Mannschaftsspiele ein. „Das stärkt die Teamfähigkeit. Die Schüler sollen auch lernen, dass man gemeinsam gewinnt oder verliert, sich nicht anmeckert und zusammen eine Lösung findet.“

Übrigens wird die Lehrerschaft der Grundschule (z. Z. 13 Lehrkräfte) ab 1. Februar nochmals verstärkt: Stefanie Richter nimmt ihre Arbeit als Referendarin auf. Dass die Neustädter Grundschule auch bei jungen Lehrern begehrt ist, spricht ganz offensichtlich für ein tolles Klima dort.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen