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Ludwigsluster Tageblatt

23. Oktober 2017 | 10:00 Uhr

Ludwigslust : Ihr Kampf geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Protesttag zur Gleichstellung benachteiligter Menschen am 4. Mai auf Alexandrinenplatz

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2017 | 07:44 Uhr

„Wir gestalten unsere Stadt“ - das ist das Motto des diesjährigen Protesttages der Aktion Mensch. Deutschlandweit machen an diesem Tag Verbände auf die ungleiche Behandlung von Menschen mit Behinderung im alltäglichen Miteinander aufmerksam. Auch Ludwigslust. An Ständen auf dem Alexandrinenplatz suchen ehrenamtliche Helfer am 4. Mai zwischen 10 und 13 Uhr das Gespräch mit den Passanten. „Wir wollen wissen, wo sich in der Stadt behinderte Menschen benachteiligt fühlen? Und welche Vorschläge es gibt, ihr Leben im Alltag leichter zu machen“, sagt Almut Schultz von der Lebenshilfe Ludwigslust e.V.. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Reinhard Schernau und Sibylle Diederich bereitet sie derzeit den Aktionstag vor. „Die Leute sollen keinen Bogen um uns machen“, sagt Schernau. „Im Gegenteil. Wir wünschen uns, dass sie aktiv auf uns zukommen.“ Nur so könne man etwas positiv verändern. „Hier geht es schließlich um unsere Stadt.“ Themen gebe es genügend, so Almut Schultz. So müsse das Mehrgenerationenhaus Zebef immer noch ohne Fahrstuhl auskommen. „Und wer ins barrierefreie Schloss möchte, verzichtet dann doch darauf, weil er sich den holprigen Weg dorthin nicht antun möchte.“ Neu sind all die Probleme nicht. „Aber wenn wir aufhören, darüber zu sprechen, wird sich auch nichts tun“, so Schernau. „Da muss man schon weiterkämpfen und stetig Druck machen.“ Der diesjährige Aktionstag will aber auch die Sinne für den persönlichen Umgang schärfen. So wird es an den Ständen Kärtchen geben, mit denen man anderen Komplimente machen kann. „Schaut euch eure Mitmenschen an“, so die Botschaft von Aktion Mensch. „Und sucht nach Wegen, ihre Welt ein bisschen zu verbessern. Am Anfang reicht schon ein nettes Wort.“

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