Klein Krams : Idylle mit tierischen Mitbewohnern

Barbara Seyfarth und ihr Ehemann leben mit vier Eseln auf dem Hof in Klein Krams: Drei französische Poitou-Großesel, wie auf dem Bild, und ein Riesenesel.
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Barbara Seyfarth und ihr Ehemann leben mit vier Eseln auf dem Hof in Klein Krams: Drei französische Poitou-Großesel, wie auf dem Bild, und ein Riesenesel.

Barbara Seyfarth und ihr Ehemann Martin betreiben den Eselhof Luett Krams. Das Dorfleben könnten sie sich schöner nicht vorstellen

svz.de von
01. September 2017, 19:00 Uhr

Vier Esel, vier Gänse, drei Katzen und ein Hund – auf dem Eselhof von Barbara und Martin Seyfarth im Herzen von Klein Krams ist tierisch was los. Seit zwölf Jahren lebt das Ehepaar auf dem liebevoll gestalteten Hof in Klein Krams und fühlt sich laut eigener Aussage hier sehr wohl. Die gebürtige Schwerinerin Barbara Seyfarth leitete bis 2014 insgesamt 20 Jahre lang ein Reitsportgeschäft und eine Tierhandlung in der Landeshauptstadt. Seitdem ist sie mit dem Eselhof selbstständig und bereitet außerdem den vielen Gästen ihrer Ferienwohnung eine unvergessliche Zeit in der Dorfidylle. Zukünftig will sie auch Eselspaziergänge für ihre Gäste und Besucher anbieten. Im Frühjahr dieses Jahres eröffnete sie außerdem gemeinsam mit ihrer Nachbarin Susanne Kramer die Krimskramserei, ein kleines Café mit Köstlichkeiten, Selbstgemachtem und Kunsthandwerk. „In unserem Dorf ist es einfach ein schönes Miteinander“, schwärmt Barbara Seyfarth. SVZ-Volontärin Dénise Schulze stellte der 54-Jährigen auf ihrem Eselhof die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?

Eindeutig auf unserem Hof. Entweder bei den Tieren, in der Ferienwohnung oder unserer eigenen Wohnung. Da gibt es überall genug zu tun.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Ich habe Kartoffeln gelesen auf einem Acker bei Schwerin. Da war ich 13 Jahre alt.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Das kann ich gar nicht mehr sagen.

Was würden Sie gerne können?

Ich würde gerne besseres Englisch sprechen und auch noch mehr Fertigkeiten in der Holzbearbeitung besitzen.

Was stört Sie an Anderen?

Eigentlich nicht sehr viel, ich kann Menschen so nehmen wie sie sind. Aus meiner Zeit als Geschäftsinhaberin kann ich aber sagen, dass ich Dinge wie Unehrlichkeit oder Diebstahl nie nachvollziehen konnte.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Über und mit meinem Enkel. Er ist jetzt anderthalb Jahre alt und sein Lachen haut mich jedes Mal um.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Ich denke, das kommt immer auf den Blickwinkel an. Etwas Bestimmtes fällt mir da aber nicht ein.

Können Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?

Naturverbunden.

Wer ist ihr persönlicher Held?

Mein Mann Martin. Ich finde es einfach toll, dass er trotz seiner Erkrankung immer wieder Neues ausprobiert und er so viele verschiedene Fähigkeiten besitzt.

Welches Buch lesen Sie gerade?

„Unter Leuten“ von Juli Zeh. Das war eine Empfehlung von einer Freundin aus dem Dorf und ich kann es auch nur weiterempfehlen.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Zur Zeit schauen wir so gut wie gar kein Fernsehen, denn wir sind draußen bis die Sonne untergeht. Aber allgemein schauen wir sehr gerne englische Krimis. Deshalb heißt unser Hund auch „Barnaby“, wie der Kommissar.

Urlaub in den Bergen oder am Meer?

Am Meer! Am liebsten auf Rügen, da kann ich dann auch noch Fossilien sammeln. Das ist ein Hobby von mir.

Wen würden Sie gerne mal auf eine Tasse Kaffee treffen?

Das ist schwierig. Durch unsere Ferienwohnung habe ich schon so viele interessante und vor allem unterschiedliche Menschen kennengelernt. Mit dem einen oder anderen würde ich mich sicher nochmal gerne zusammen setzen.

Wenn Sie selbst kochen, was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch?

Deutsches und italienisches Essen. Oft koche ich Spaghetti Carbonara, am liebsten mit den Eiern unserer Pommerngänse.

Mit welchem Lied verbinden Sie ihre schönste Erinnerung?

Ich liebe Jazz-Rock-Musik. Und als Jugendliche wollte ich unbedingt die Platte von „Blood, Sweat and Tears“ haben. Damit habe ich meine Eltern fast wahnsinnig gemacht. Und als ich sie dann hatte, war das wie eine Offenbarung. Und so denke ich heute noch.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Das ist eine komische Geschichte. Ich habe von meinem Mann einen Gutschein für eine Reise nach Frankreich an die Loire bekommen. Allerdings wurden dann die Tiere krank und wir konnten nicht fahren. Den Gutschein habe ich also noch und freue mich auf die Reise.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?

Auf meine Familie und unsere Tiere.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Ich will mehr reisen und von der Welt sehen. Mit dem Hof ist das allerdings nicht so leicht. Aber Städtereisen wie zum Beispiel nach Rom machen wir dann auch mal.

Wie wollen Sie Ihre Freizeit als Rentner gestalten?

Genauso wie jetzt, ich will nichts anders machen.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

André Schuldt aus Glaisin. Er und seine Frau Britta Paarmann betreiben den „Middenmank“ Ferienhof in Glaisin, der einfach toll ist. Wir sind auch befreundet und ich finde es einfach super, was die Beiden alles leisten.

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