Grabow : Ideen der jungen Leute sehr gefragt

Kinder- und Jugendcamps bieten für Amtsjugendpflegerin Teresa von Jan (3.v.l.) gute Möglichkeiten, die Ideen und Wünsche der jungen Leute mit umzusetzen.
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Kinder- und Jugendcamps bieten für Amtsjugendpflegerin Teresa von Jan (3.v.l.) gute Möglichkeiten, die Ideen und Wünsche der jungen Leute mit umzusetzen.

AmtsjugendpflegerinTeresa von Jan über ihre Vorstellungen einer lebendigen Jugendarbeit im Amt Grabow

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27. Mai 2017, 13:04 Uhr

Die ersten 100 Tage als Amtsjugendpflegerin im Amt Grabow liegen hinter Teresa von Jan. SVZ-Redakteur Michael Seifert fragte die junge Frau nach ihren ersten Eindrücken und Erfahrungen in ihrem neuen Job.

War es eine große Umstellung als Mitglied im Team der Beteiligungswerkstatt des Landesjugendrings MV nun Jugendarbeit direkt vor Ort in den Gemeinden zu machen?
Teresa von Jan: Auch als Moderatorin in der Beteiligungswerkstatt habe ich schon direkt Jugendarbeit vor Ort gemacht – der Unterschied ist jetzt aber, dass ich regelmäßig mit den gleichen Kindern und Jugendlichen arbeite. Dadurch ist es mir natürlich ganz anders möglich, die Jugendlichen kennenzulernen. Zudem wurde ich von meinen Kolleginnen und Kollegen hier im Amt sehr nett aufgenommen und in der Einarbeitung unterstützt, so dass mir auch die Verwaltungsaufgaben immer vertrauter werden.

Wie haben die Jugendlichen Sie aufgenommen?
Ich hatte bei der Jugendinitiative „Wir bewegen was“ den Vorteil, dass ich den Jugendlichen nicht ganz unbekannt war – die Gruppe habe ich als Beteiligungsmoderatorin auch schon mit begleitet. Aber auch in Gruppen, wo ich noch nicht bekannt war, wurde ich mit offenen Armen aufgenommen – so z.B. bei den Teilnehmenden des diesjährigen Ostercamp in Eldena. Ich möchte auch auf diesem Wege die Chance nutzen und auf die geplanten Veranstaltungen hinweisen (zu finden unter www.grabow.de/Leben im Amt/Kinder- und Jugendarbeit) – wenn es Fragen dazu gibt oder Mitfahrgelegenheiten benötigt werden, kann man sich gern an mich wenden.

Welche Projekte haben Sie mit den Jugendlichen neu angeschoben, welche bewährten Angebote sollen bleiben?
Die Jugendinitiative „Wir bewegen was“ wird von mir fortgeführt. Allerdings treffen sich die Jugendlichen jetzt regelmäßig an verschiedenen Orten im Amt Grabow. So können wir neue Räumlichkeiten kennenlernen, schaffen Gleichberechtigung bei den Fahrwegen und –zeiten und hoffen, dass so auch neue Leute zu uns finden. Der Beach-Day in Grabow hat in „alter Tradition“ Anfang Mai wieder stattgefunden und auch die Planungen für das Kinderfest im Waldbad Grabow am 11. Juni laufen auf Hochtouren. Um die Jugendlichen kennenzulernen und sie in die Planungen für 2018 einzubeziehen, stand im Mai ein Wochenende für die Camp-Betreuer auf dem Plan. Mir ist es sehr wichtig, die Kinder und Jugendlichen an den geplanten Aktionen und Projekten zu beteiligen, um ihre Ideen, Wünsche und Vorstellungen mit einfließen zu lassen.

Auch auf Landkreisebene sind Jugendliche aus dem Amtsgebiet aktiv – z.B. bei der Vorbereitung des diesjährigen Jugendforums des Landkreises Ludwigslust-Parchim am 17./18. November. Natürlich ist das aber nur eine Auswahl der Dinge, die gerade laufen.

Wie gestaltet sich der Kontakt zu den Bürgermeistern, wie ist die Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden, z.B. dem Fachdienst Jugend des Landkreises, wenn es um Förderung von Jugendprojekten geht?
Ich habe schon einige Gespräche mit Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen führen können und auch sie haben sich sehr interessiert an gemeinsamer Zusammenarbeit gezeigt. Eine erste Idee ist wie schon erwähnt die wechselnden Treffpunkte der Jugendinitiative „Wir bewegen was“, um auch in den einzelnen Gemeinden sichtbar zu sein.

Ich habe auch regelmäßigen Kontakt zum Fachdienst Jugend, um geplante Projekte zu besprechen und Förderanträge zu stellen. Auf Landkreisebene findet der fachliche Austausch mit den Kollegen in der AG Paragraf 78 regelmäßig statt.

Was planen Sie in Sachen Jugendarbeit in der Zukunft, steht die Bildung weiterer Jugendräte in den Amtsgemeinden auf dem Plan?
Jugendräte sind aus meiner Sicht nicht in jedem Fall das Maß aller Dinge und die beste Beteiligungsform, sondern vielmehr eine Form, Jugendliche einzubeziehen. Vielmehr gilt es mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam herauszufinden, was für die einzelne Gemeinde eine gute Beteiligungsform sein kann – das könnte man z.B. durch Ideen- oder Zukunftswerkstätten schaffen.

Kommen von den Jugendlichen aus dem Amt auch selbst Ideen und Vorschläge für neue Projekte?
Selbstverständlich – mein Anliegen ist es, den Kindern und Jugendlichen im Amt eine gute Grundlage für Beteiligung zu schaffen. Das braucht Zeit, sorgt aber auch dafür, dass sie sich ernst genommen fühlen. Mit der Jugendinitiative „Wir bewegen was“ ist damit schon ein erster Schritt getan: Hier können sich Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Amtsgebiet treffen und gemeinsame Aktionen und Projekte planen oder über Schwierigkeiten und Probleme diskutieren. So kommt die Idee der Disco up‘n Dörp, die für den 20. Oktober in Balow angedacht ist, auch von den Jugendlichen selbst.

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