Ludwigslust : „Ich traue mir das zu“

Der Schweriner René Krüger hat das Betriebsgelände der insolventen SBL in Ludwigslust gekauft und möchte Hallen und Büros an neue Unternehmen vermieten.
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Der Schweriner René Krüger hat das Betriebsgelände der insolventen SBL in Ludwigslust gekauft und möchte Hallen und Büros an neue Unternehmen vermieten.

Schweriner Finanzkaufmann René Krüger will verwaistes SBL-Areal wiederbeleben

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07. September 2017, 21:00 Uhr

Nach der Insolvenz der SBL Stahl- und Behälterbau Ludwigslust GmbH im vergangenen Jahr will der Finanzkaufmann René Krüger das verlassene Betriebsgelände jetzt wieder neu beleben. Der 49-jährige Schweriner hat das Areal an der Paschenstraße für eine halbe Million Euro gekauft. Selbst nutzen will er es nicht. Sein Ziel sei es, die leer stehenden Räume und Betriebshallen zügig an Firmen und Unternehmer zu vermieten. „Ich traue mir das zu“, sagt er. In Schwerin habe er 2008 ein ähnliches Projekt in Angriff genommen. Dort war er damals als Finanzberater einer Wäscherei tätig. „Die Firma wollte sich verkleinern und Teile des Betriebes verkaufen“, erzählt Krüger. „Da habe ich kurz nachgedacht, gerechnet und sie dann selbst gekauft, um sie später wieder zu vermieten.“ Krügers Plan ging auf. Heute sind die Gebäude auf dem Gelände neben dem Schweriner toom-Markt vermietet. Unter anderem an ein Fitnesscenter, eine Metallbaufabrik und ein Steuerbüro. „Was einmal klappt, klappt noch einmal“, meint Krüger. Er hatte nach der Wende 1992 beruflich noch einmal neu angefangen, in Koblenz eine Ausbildung zum Fachwirt für Finanzwirtschaft absolviert und danach als Finanzsachverständiger gearbeitet. Vor knapp zehn Jahren gründete er die Firma Anwirevi GmbH, in der er sich ausschließlich um die Vermietung und Verpachtung von eigenen oder geleasten Grundstücken und Gebäuden kümmert.

In Ludwigslust ist bereits die erste Firma - ein Logistiker - gleich neben dem SBL-Bürogebäude eingezogen. Mit anderen Firmen steht der Schweriner zurzeit in Verhandlungen. Etwa 6000 Quadratmeter Gewerbefläche will er nach und nach vermieten. Weil in den Hallen zum Teil noch ganze Kranbahnen verlegt sind, eignen sie sich vor allem für Unternehmen, die mit schweren Lasten, wie Stahl- und Betonteilen arbeiten, so Krüger. Fast jeden zweiten Tag ist er in Ludwigslust und führt Interessenten über das Gelände. Auch den Bürotrakt will Krüger gern vermieten. An kleine Unternehmen oder Existenzgründer, die am Anfang nicht viel mehr brauchen als ein Zimmer mit Tisch, Stuhl und DSL-Anschluss.






















































































































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