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ludwigslust : „Ich hab meine Mappe gleich dabei“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Jugendliche kommen mit zum Teil konkreten Vorstellungen zur „Woche der Ausbildung“ - ein Beispiel aus dem Stift Bethlehem

„Wenn nicht jetzt - wann dann?“ Mit dem Spruch wirbt die Agentur für Arbeit für die aktuelle Woche der Ausbildung. Und genau mit dem Gedanken ist gestern Nachmittag auch Dominique ins Krankenhaus Stift Bethlehem gekommen. Die 24 -Jährige hebt den Arm als der leitende Pflegedirektor Ernst Georg Paulini in die Schülerrunde fragt: „Wer von Euch kann sich vorstellen, hier zu arbeiten?“

Dominique ist unglücklich in ihrem erlernten Büroberuf und will das ändern. „Ich möchte hier gern ein Praktikum machen und wenn es gut läuft, danach eine Ausbildung zur Gesundheitspflegerin beginnen. Die Bewerbung habe ich schon dabei.“ Das hört Paulini gern. „Wer mit dem Beruf liebäugelt, sollte vorher hineinschnuppern. Manchmal reicht dafür schon eine Woche.“

Reinschnuppern, erste Eindrücke sammeln, Neugier wecken - dafür veranstaltet die Agentur für Arbeit die Woche der Ausbildung. Beim Zoll in Wismar, bei Edeka in Valluhn oder im Ludwigsluster Stift Bethlehem. „Wir können hier heute nicht in die Tiefe gehen, sondern nur ein Blitzlicht auf die Gesundheitsberufe werfen“, empfängt Stiftsprobst Jürgen Stobbe die Schüler im Klassenzimmer der Berufsschule. „Wer denkt, hier wuseln nur Ärzte und Krankenschwestern herum, der irrt gewaltig.“

Drei Stunden Zeit nehmen sich die Mitarbeiter aus dem Stift für die Schüler. Röntgenassistentin, Köchin, Krankenpfleger, Laborantin, Diätassistentin und Altenpfleger berichten über ihre Arbeit. Auszubildende erzählen aus dem Schulalltag und die Personalleiterin Petra Wolter sagt ganz konkret, wofür sich die Jugendlichen noch in diesem Jahr bewerben können.

Auch Juliane Hagelstein hat hier viele Praktika während ihrer Ausbildung erlebt und ist inzwischen fest im Labor angestellt. „Mein Beruf ist nicht einfach, aber wenn man sich reinhängt, dann packt man das“, sagt sie zu den Schülern. Hans Pinnow steckt noch mitten in der Ausbildung. Der 30-Jährige hat zwölf Jahre als Kellner gearbeitet, bevor er nochmal ganz neu anfing. „Dieser Beruf füllt mich aus“, sagt er. „Kein Tag ist wie der andere und man geht mit einem guten Gefühl nach Hause.“ Dominique ist nach den Gesprächen noch motivierter. Ihre Mappe liegt jetzt auf dem Tisch der Personalabteilung. „Und vielleicht“, sagt Jürgen Stobbe. „Sehen wir uns bald schon eine Etage tiefer beim Bewerbungsgespräch.“

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erstellt am 11.Apr.2014 | 07:00 Uhr

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