Eichenprozessionsspinner : Hubschraubereinsatz nicht vor Mittwoch möglich

0019
2 von 2

Witterung verzögert Start der Bekämpfungsmaßnahmen aus der Luft gegen den Eichenprozessionsspinner

23-11367762_23-66107805_1416392155.JPG von
19. Mai 2015, 07:00 Uhr

Seit gestern steht der Landkreis in den Startlöchern, die Vorbereitungen für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) sind getroffen. „Der 18. Mai war als frühestmöglicher Termin für die Einsätze per Hubschrauber aus der Luft vorgesehen“, so Dr. Ute Siering, Leiterin des Fachdienstes Gesundheit beim Landkreis Ludwigslust-Parchim, gestern im Gespräch mit der SVZ. Aber dieser Einsatz ist eine sensible Geschichte, und vor allem vom Wetter abhängig. „Die Eichen sind zwar jetzt grün, aber es ist nachts noch zu kalt und derzeit auch viel zu nass und die Wetteraussichten der Meteorologen lassen einen Start vor Mittwoch nicht realistisch erscheinen. Denn es bringt nichts, wenn das gesprühte Mittel im Regenwasser zerfällt oder durch den Wind weggeweht wird“, informiert die Amtsärztin. „Sobald wir wissen, wann es losgeht, werden wir als zuständiger Fachdienst die entsprechenden Infos an die Bürger weitergeben.“

Informieren können sich die Einwohner der betroffenen Gebiete im Internet-Portal des Landkreises unter www.kreis-lup.de. Dort sind auch umfangreiche Informationen im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners veröffentlicht, darunter Merkblätter zum Gesundheitsschutz und eine interaktive Karte. Im Anhang der Allgemeinverfügung des Landkreises zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners sind auch genau die Orte und Bereiche angeführt, in denen entsprechende Maßnahmen durchgeführt werden. Neben der Stadt Ludwigslust, die entsprechende Bekämpfungsmaßnahmen vom Boden aus ausführen lässt, sind das in unserer Region im Amt Dömitz-Malliß die Gemeinden Grebs-Niendorf, Karenz, Malk Göhren, Malliß und Neu Kaliß sowie die Stadt Dömitz. Im Amt Grabow betrifft das die Gemeinden Eldena, Gorlosen, Karstädt, Kremmin, Milow, Möllenbeck, Prislich, Steesow, Zierzow und Grabow-Stadt. Im Amt Ludwigslust-Land werden vom EPS befallene Gebiete mit Eichenstandorten in den Gemeinden Bresegard b. Eldena, Lüblow, Sülstorf und Wöbbelin besprüht.

Die Bekämpfungsmaßnahmen in den Jahren 2013 und 2014 schätzt der Landkreis unter Verweis auf ein wissenschaftliches Monitoring durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern und eine Dokumentation des Vorkommens als erfolgreich ein. Umfasste die Fläche der aus der Luft bekämpften Gebiete im vergangenen Jahr noch rund 1500 Hektar, so sind es in diesem Jahr rund 400 Hektar. Dabei handelt es sich um Gebiete mit weiterhin sehr hohem Befall durch den Eichenprozessionsspinner und um Gebiete, die davon bislang nicht betroffen waren. Die EPS-Bürgerinformationsseite im Internetportal des Kreises befindet sich in der Rubrik „Leben im Landkreis“ unter „Gesundheit & Soziales“ – Stichwort „Eichenprozessionsspinner“.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen