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Eichenprozessionsspinner : Hubschraubereinsatz nicht vor Mittwoch möglich

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Witterung verzögert Start der Bekämpfungsmaßnahmen aus der Luft gegen den Eichenprozessionsspinner

von
erstellt am 19.Mai.2015 | 07:00 Uhr

Seit gestern steht der Landkreis in den Startlöchern, die Vorbereitungen für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) sind getroffen. „Der 18. Mai war als frühestmöglicher Termin für die Einsätze per Hubschrauber aus der Luft vorgesehen“, so Dr. Ute Siering, Leiterin des Fachdienstes Gesundheit beim Landkreis Ludwigslust-Parchim, gestern im Gespräch mit der SVZ. Aber dieser Einsatz ist eine sensible Geschichte, und vor allem vom Wetter abhängig. „Die Eichen sind zwar jetzt grün, aber es ist nachts noch zu kalt und derzeit auch viel zu nass und die Wetteraussichten der Meteorologen lassen einen Start vor Mittwoch nicht realistisch erscheinen. Denn es bringt nichts, wenn das gesprühte Mittel im Regenwasser zerfällt oder durch den Wind weggeweht wird“, informiert die Amtsärztin. „Sobald wir wissen, wann es losgeht, werden wir als zuständiger Fachdienst die entsprechenden Infos an die Bürger weitergeben.“

Informieren können sich die Einwohner der betroffenen Gebiete im Internet-Portal des Landkreises unter www.kreis-lup.de. Dort sind auch umfangreiche Informationen im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners veröffentlicht, darunter Merkblätter zum Gesundheitsschutz und eine interaktive Karte. Im Anhang der Allgemeinverfügung des Landkreises zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners sind auch genau die Orte und Bereiche angeführt, in denen entsprechende Maßnahmen durchgeführt werden. Neben der Stadt Ludwigslust, die entsprechende Bekämpfungsmaßnahmen vom Boden aus ausführen lässt, sind das in unserer Region im Amt Dömitz-Malliß die Gemeinden Grebs-Niendorf, Karenz, Malk Göhren, Malliß und Neu Kaliß sowie die Stadt Dömitz. Im Amt Grabow betrifft das die Gemeinden Eldena, Gorlosen, Karstädt, Kremmin, Milow, Möllenbeck, Prislich, Steesow, Zierzow und Grabow-Stadt. Im Amt Ludwigslust-Land werden vom EPS befallene Gebiete mit Eichenstandorten in den Gemeinden Bresegard b. Eldena, Lüblow, Sülstorf und Wöbbelin besprüht.

Die Bekämpfungsmaßnahmen in den Jahren 2013 und 2014 schätzt der Landkreis unter Verweis auf ein wissenschaftliches Monitoring durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern und eine Dokumentation des Vorkommens als erfolgreich ein. Umfasste die Fläche der aus der Luft bekämpften Gebiete im vergangenen Jahr noch rund 1500 Hektar, so sind es in diesem Jahr rund 400 Hektar. Dabei handelt es sich um Gebiete mit weiterhin sehr hohem Befall durch den Eichenprozessionsspinner und um Gebiete, die davon bislang nicht betroffen waren. Die EPS-Bürgerinformationsseite im Internetportal des Kreises befindet sich in der Rubrik „Leben im Landkreis“ unter „Gesundheit & Soziales“ – Stichwort „Eichenprozessionsspinner“.

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