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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 09:57 Uhr

Ludwigslust : Hort schon auf dem Reißbrett

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Planer präsentiert Entwurf für zentralen Hort in der Fritz-Reuter-Schule

von
erstellt am 10.Sep.2016 | 18:06 Uhr

Einen ersten Blick auf die Entwurfsplanung zum zentralen Hort für Ludwigslust konnten die Stadtvertreter im jüngsten Sozialausschuss werfen. Bauingenieur Karl-Heinz Schilling präsentierte den Grundriss für die rund 700 Quadratmeter große Fläche und nahm die Ludwigsluster mit auf einen Rundgang durch die Einrichtung am „Reißbrett“. Vom Empfang über die Garderobe, durch den Flur bis ins Kinderrestaurant. „Wir haben im Dach eine große Fläche zur Verfügung“, so der Ingenieur. „Damit lässt sich ein gutes Raumangebot umsetzen.“ Schilling hatte sich vor 16 Jahren im Zuge der Wiedereröffnung der Grundschule schon einmal mit dem Dachausbau befasst. Damals sei der Plan aus wirtschaftlichen Gründen aber zurückgestellt worden.

Die baulichen Voraussetzungen für die Wiederbelebung des Dachgeschosses seien da: „Wir müssen nicht in die Bausubstanz eingreifen, denn Treppenhaus und Fahrstuhl führen bereits bis ganz nach oben.“ Für Planer und Denkmalschützer ergeben sich nach den ersten Vor-Ort-Terminen mehrere Möglichkeiten des Ausbaus. Denkbar sei die Öffnung der Decke des großen Mittelraumes bis hoch zum Dach. „Da erleben die Kinder gleich, wie ein Dach funktioniert“, so Schilling. Auch der teilweise Ausbau des Spitzbodens wäre machbar. „Das hängt am Ende nur vom Geldgeber ab.“ Eine erste Kostenschätzung des Büros für den Bau beläuft sich auf 1,345 Millionen Euro. Aus eigener Kraft sei das Projekt nicht realisierbar, so Bürgermeister Reinhard Mach auf der Sitzung am Mittwoch. Auf der Suche nach Fördermöglichkeiten setzt die Stadt auf den neuen Investitionspakt für sozialen Zusammenhalt vom Bund. Aus dem Topf sollen jährlich 200 Millionen Euro vor allem in den Ausbau und die Sanierung der Bildungseinrichtungen investiert werden. Fließt Fördergeld, dann sei mit dem Umbau des Daches im Jahr 2019/20 zu rechnen, so Beate Müller, die Fachbereichsleiterin für Bildung und Soziales.

Der neue zentrale Hort würde nicht nur das Platzproblem an den Kindertagesstätten lösen (durch den Wegfall der Hortbetreuung hier werden Kapazitäten für dringend benötigte Kita- und Krippenplätze frei). Er schaffe vor allem völlig neue Möglichkeiten in der Kooperation zwischen Hort und Schule, so Gerd Laudon (Linke). Für ihn ergeben sich daraus „neue Perspektiven, von denen Schule und Hort gemeinsam profitieren“.

Im neuen Schulhort unter dem Dach wäre Platz für 120 Kinder. Das sind mehr als man anfangs kalkuliert hatte. Die zusätzliche Nutzung eines Schulnebengebäudes für die Hortbetreuung hätte sich damit erledigt.

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