Dömitz : „Hohe Brücke“ demontiert

Im Morgengrauen des 13. Dezember um 08.44 Uhr schwebt die „alte Dame“ ihrem Verschrottungsschicksal entgegen.
Im Morgengrauen des 13. Dezember um 08.44 Uhr schwebt die „alte Dame“ ihrem Verschrottungsschicksal entgegen.

Historischer Moment an der Müritz-Elde Wasserstraße

svz.de von
16. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Das Aus für ein 90-Jähriges Bauwerk: Am vergangenen Freitag, genau um 08.43 Uhr, schwebte die 1923 gebaute „Hohe Brücke“ bei Dömitz ihrem letzten Ziel, der Verschrottung, entgegen. Bereits am Vortag gegen 12 Uhr sollte ein 500-Tonnen-Kran das auf etwa 30 Tonnen schwer geschätzte Brückenskelett von den Pfeilern heben. Dieser Plan musste dann aufgegeben werden, weil die Brücke sich von Seiten des Gewichts vehement dagegen wehrte. Immerhin brauchte der Kran eine Auslage von gut 30 Metern, an der er eigentlich noch 45 Tonnen heben kann. Doch dafür war dann wohl das Gegengewicht zu gering bemessen. Das sollte der Brücke aber nichts nützen. Noch am Abend wurden zu den 140 Tonnen Gegengewichten weitere 20 Tonnen, und als Sicherheit noch ein Stützbock für den Kranarm, aus Hamburg geholt und noch in der Nacht montiert.

Dann im Morgengrauen, ausgerechnet am Freitag dem 13., war das Ende der Brücke besiegelt. Dieser geballten Ladung Kraft hatte die 90-jährige Brücke dann nichts mehr entgegen zu setzen.

An ihrer Stelle soll jetzt eine moderne zweispurige und mit höchster Tonnagebegrenzung ausgestattete Brücke entstehen. Sie soll dann als Umgehungsstraße die Stadt entlasten, und den für die Dömitzer Bürger fast unerträglichen Schwerlastverkehr aus der Stadt verbannen.

„Dafür sollen die Arbeiten je nach Wetterlage jetzt zügig weiter gehen. Wenn alles klappt, soll die neue Trasse im Dezember 2014 befahren werden können“, hofft sicherlich nicht nur Bürgermeisterin Renate Vollbrecht.


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