niendorf an der rögnitz : Hoffen auf mehr junge Leute

Amtswehrführer Fred Neumann (l.) ehrte Steffen Reinhold, Steffen Sohst und Lutz Klamann (v. r.) für langjährige Verdienste.
Amtswehrführer Fred Neumann (l.) ehrte Steffen Reinhold, Steffen Sohst und Lutz Klamann (v. r.) für langjährige Verdienste.

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Dömitz-Malliß in Niendorf an der Rögnitz

svz.de von
20. März 2016, 21:00 Uhr

Wenn es brennt, kommt die Feuerwehr. Das stimmt im wörtlichen, aber stets auch im übertragenen Sinne. Wenn Stürme Dächer abgedeckt oder Bäume gefällt haben, wenn Unfallopfer in Fahrzeugen eingeklemmt oder Menschen in anderen Notlagen sind, muss die Feuerwehr ran. Beweis dessen sind die Zahlen, die Amtswehrführer Fred Neumann am Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung der 17 Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Dömitz-Malliß nannte. Insgesamt rückten die Wehren im Jahre 2015 zu 91 Einsätzen (2014: 54) aus: 17 Brand- und 64 Hilfeleistungseinsätzen stehen zehn Fehlalarme gegenüber. Die hohe Zahl der Hilfeleistungen (mehr als doppelte so viele als 2014) ist vor allem auf eine Sturmtiefserie zurückzuführen.

Die Feuerwehren des Amtes zählten im Vorjahr 787 Mitglieder (2014: 768), darunter 491 aktive Mitglieder (2014: 479). Fred Neumann: „Bei den aktiven Mitgliedern wiederholt sich ein guter Anstieg, der sich zum einen mit der Übernahme von Kameradinnen und Kameraden aus der Jugendfeuerwehr, aber auch durch Eintritte von jungen Frauen und Männern zum aktiven Dienst begründen lässt.“ Allerdings ist nicht zu übersehen, dass in vielen Wehren die Mitglieder der Altersgruppe von 51 bis 60 Jahren am stärksten vertreten sind. Deshalb sprach der Amtswehrführer auch die Hoffnung aus, dass noch mehr junge Leute den Weg in die Feuerwehr finden.

Amtsvorsteher Burkhard Thees, Bürgermeister von Neu Kaliß, der mit weiteren Bürgermeistern des Amtes sowie dem neuen Kreiswehrführer Uwe Pulss als Gast begrüßt wurde, dankte den Feuerwehrleuten für ihre hohe Einsatzbereitschaft. Burkhard Thees äußerte sich kritisch u. a. zu einigen strukturellen Fragen im Kreis bzw. Land. So könne z. B. ein so großer Kreisverband nicht ehrenamtlich geleitet werden. Er sprach aber auch „Einsätze“ an, zu denen Wehren oft herangezogen werden und die nicht zur Aufgabe einer Feuerwehr gehörten. „Die Hauptaufgabe sind Brandschutz und Hilfeleistungen, aber nicht, mal hier und da eine Straße zu fegen oder abzusperren“, so Thees.

Ähnliches war auch in Gesprächen der Versammlungsteilnehmer zu hören. Kreiswehrführer Uwe Pulss sagte beispielsweise, dass die Feuerwehren oftmals alarmiert werden, um Türen zu öffnen. Das sei wohl billiger, als einen Schlüsseldienst zu rufen.

Auf der Versammlung wurden drei Mitglieder freiwilliger Wehren für langjährige Verdienste ausgezeichnet: Lutz Klamann, stellvertretender Wehrführer in Alt Jabel, Steffen Reinhold, Wehrführer in Malliß, und Steffen Sohst, Wehrführer in Polz.

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