Grabow : Hoffen auf einen heißen Sommer

Ein paar Überraschungen hat sich Anke Bull für die Kunden des Kiosks bereits überlegt.
Ein paar Überraschungen hat sich Anke Bull für die Kunden des Kiosks bereits überlegt.

Anke Bull ist ab dem 1. Mai die neue Betreiberin des Kiosks im Grabower Waldbad

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14. März 2020, 05:00 Uhr

Schon als kleines Mädchen hat sich Anke Bull Süßigkeiten beim Kiosk im Grabower Waldbad gekauft. Als das Freibad 1975 eröffnet, ist sie neun Jahre alt. Damals hätte sie sich wohl nicht träumen lassen, dass sie eines Tages mal selbst die Süßigkeiten und andere Leckereien an die Besucher verkaufen wird. Mit der neuen Saison, die traditionell am 1. Mai beginnt, wird Anke Bull die neue Betreiberin des Kiosks im Waldbad sein. Als die Stelle von der Stadt ausgeschrieben wurde, wusste die 53-Jährige schnell, dass sie diese Chance nutzen will.

Ganz neu wird der Job für Anke Bull jedoch nicht sein. Bereits seit zwei Jahren gehört sie zum Team des Kiosk. Hat bei 40 Grad im Sommer in der Küche gestanden, die Einkäufe beim Großmarkt erledigt oder Softeis an die Kinder verkauft. „Das macht mir einfach Spaß. Vor allem der tägliche Kontakt zu den Besuchern.“ Im vergangenen Sommer kündigt der ehemalige Betreiber den Vertrag mit der Stadt. „Und da habe ich mir die Frage gestellt, ob ich den Kiosk nicht übernehmen soll. Ob ich diese Chance nutzen soll.“ Erfahrungen in der Gastronomie hat Anke Bull bereits vor der Zeit im Waldbad gesammelt. Nach der Schule macht die gebürtige Grabowerin eine Ausbildung zum Hotel- und Gaststättenfacharbeiter in Ludwigslust. Es folgen weitere Stationen in der Gastronomie, ehe sie 2003 „Bullys Bar“ in Grabow eröffnet. Acht Jahre lang betreibt sie die Kneipe in der Kreuzgasse. „Ich arbeite einfach gerne in der Gastro. Und ich wollte auch all die Jahre nichts anderes machen.“

Und so ergreift sie die Chance und bewirbt sich Ende vergangenen Jahres als neue Betreiberin für den Kiosk im Waldbad. Am Konzept will Anke Bull nichts verändern, lediglich das Angebot will sie in der neuen Saison erweitern. „Vielleicht biete ich frische Waffeln und Popcorn an. Ich habe ein paar Ideen, aber das soll dann eine Überraschung für die Besucher werden.“ Ihre Bewerbung überzeugte auch Bürgermeisterin Kathleen Bartels. „Frau Bull kennt das Waldbad und die Besucher. Sie weiß, was die Gäste erwarten. Deswegen haben wir uns für sie entschieden und ich freue mich sehr darüber.“

Bis zur Eröffnung der Waldbadsaison am 1. Mai sind es noch gut sieben Wochen. Doch Anke Bull steckt bereits mitten in den Vorbereitungen für ihren ersten Tag als neue Betreiberin. „Ich habe zum Beispiel schon angefangen, kleine Tüten mit Süßigkeiten zu füllen. Die werden am liebsten gekauft, da muss man immer einen Vorrat haben.“ Gäste am Kiosk seien vor allem Kinder, die im Waldbad auch mal alleine einkaufen gehen dürfen. „Die sind dann richtig stolz, wenn ihre Eltern sie mit Geld losschicken.“

Bis zum 15. September ist das Grabower Waldbad jeden Tag für die Besucher geöffnet. Für Anke Bull bedeutet das, knapp fünf Monate lang jeden Tag zu arbeiten. „Aber das kenne ich ja schon aus den vergangenen Jahren.“ Unterstützt wird sie bei ihrer Selbstständigkeit von der ganzen Familie. „So war es auch damals mit der Bar. Da muss man als Familie gemeinsam anpacken.“ Gemeinsam mit ihrem Mann, der als DJ tätig ist, will Anke Bull eventuell auch Tanzveranstaltungen im Waldbad durchführen. „Aber für die ganze Familie. Vielleicht haben die Besucher ja Interesse daran.“ Doch jetzt steht erst einmal die Eröffnung der Saison mit traditionellem Anbaden ganz oben auf der Liste. Für die Sommermonate hat Anke Bull nur einen Wunsch: „Am besten 40 Grad, damit die Leute uns am Kiosk fast umrennen.“

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