glaisin : Hofcafé soll weiter offen bleiben

Während der Diskussion in Glasin.
Während der Diskussion in Glasin.

Bisherige Betreiber der Einrichtung in Glaisin führen Gastronomie nur noch bis 31. Dezember

23-49349880_23-66107806_1416392167.JPG von
24. August 2015, 07:00 Uhr

Braucht der Ort eine oder mehrere „Dorfmitten“? Macht es Sinn, so viele Vereine zu haben? Wie sieht es im Dorf in fünf Jahren überhaupt aus? Um diese und viele andere Fragen ging es am vergangenen Sonnabend im Versammlungsraum am Sportplatz in Glaisin. Architekt und Städtebauer Prof. Henning Bombeck von der Uni Rostock und Dr. Ute Fischer-Gäde, Regionalplanerin und Landschaftsarchitektin, diskutierten mit Glaisinern zu oben genannten Themen.

Der Workshop unter dem Titel „Lebensqualität in Glaisin, einem Ludwigsluster Ortsteil“ fand im Rahmen der Schule der Landentwicklung statt, einem Forschungsprojekt der Uni Rostock zum demografischen Wandel. Ein Großteil der Diskussion drehte sich dann um ein ganz konkretes Thema. Als nämlich Holger Friel, Vorsitzender der Ortsteilvertretung, bekannt gab: „Im Hochzeitshof stehen Veränderungen an.“

Die Betreiberinnen des dortigen Hofcafés werden die Einrichtung ab dem 1. Januar 2016 nicht mehr weiter führen. Doch schließen soll das Café dennoch nicht. Antje Rabe, Gesellschafterin des Hochzeitshofes, kündigte an, dass das Café künftig vom Hof weiter geführt werden könne. „Es macht Sinn, Hof und Café in einer Hand zu führen“, sagte sie.

Ideen habe man auch bereits. So könne man das Hofcafé mehr zum Mittelpunkt im Dorf gestalten, einen Veranstaltungsraum für mehr als 20 Personen schaffen.

Denkbar wäre auch, die gastronomische Einrichtung abends länger zu öffnen, damit dort das eine oder andere Bier getrunken werden könne. Späten Gästen könne man vertrauensvoll den Schlüssel überlassen, die dann abschließen. Das Konzept als Café solle aber auf jeden Fall erhalten bleiben.

Antje Rabe sprach auch über Gedanken, den Hof mehr zum Dorfmittelpunkt zu gestalten, indem vielleicht eine Poststelle und ein Bankautomat eingerichtet werden. Überlegenswert sei auch, ob dort einmal pro Woche ein Friseur Kunden bedienen solle.

Sowohl Antje Rabe als auch Gesa Friel als Geschäftsführerin des Hochzeitshofes betonten, dass man bei allen Überlegungen hören wolle, was das Dorf denkt und wirklich möchte.

Was auch Prof. Bombeck unterstrich. „Multiple Häuser funktionieren gut. Je größer die Nutzungsvielfalt, desto mehr etabliert sich dort die Dorfmitte“, sagte er. Man müsse aber auch immer fragen, was umsetzbar ist und was der Ort möchte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen