zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 18:33 Uhr

Ludwigslust : Höhere Müllgebühren in Sicht

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Finanzausschuss empfiehlt dem Kreistag, neue Abfallgebührensatzung zu beschließen / Einheitliche Regelungen im gesamten Kreis

svz.de von
erstellt am 14.Okt.2014 | 07:00 Uhr

Angekündigt war es bereits vor Monaten, jetzt rücken die höheren Müllgebühren für die Bewohner des Altkreises Ludwigslust tatsächlich näher. Die geplante Neuregelung der öffentlichen Abfallentsorgung im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat eine weitere Hürde genommen. Der Finanzausschuss hat dem Kreistag empfohlen, der von der Verwaltung vorgelegten Gebührensatzung zu folgen.

Den Bürgern zwischen Boizenburg und Neustadt-Glewe, Zarrentin und Dömitz bringt die neue Satzung vor allem deutlich höhere Grundgebühren. Für eine 240-Liter-Tonne sind künftig 99,60 Euro zu zahlen (statt 92,40 Euro). Die Gebühr pro Entleerung steigt für diese Behältergröße von 7,80 Euro auf 8,15 Euro. Wer mit den vier festgelegten Mindestentleerungen auskommt, muss somit pro Jahr insgesamt 8,60 Euro mehr bezahlen. Im Altkreis Parchim sinken die Gebühren dagegen.

Die neue Abfallgebührensatzung sieht ab 1. Januar 2015 einheitliche Regelungen und Gebühren für den gesamten Landkreis vor. Bislang gibt es zwei Gebührenzonen – eine für das Gebiet des Altkreises Parchim, eine für den Altkreis Ludwigslust. Der Umweltausschuss hatte dem Kreistag ebenfalls schon empfohlen, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen.

Steffen Grünwaldt, Leiter des kreislichen Abfallwirtschaftsbetriebes, warb im Ausschuss für die Neuregelung. Die Entsorgungsgebühren und das Leistungsangebot stünden in einem guten Verhältnis, sagte er.

Heftige Kritik an der Höhe der Müllgebühren äußerte indes Stefan Lange von der FDP, der ein eigenes Berechnungsmodell vorlegte. In die Kalkulation des Abfallwirtschaftsbetriebes seien nicht gebührenrelevante Aufwendungen eingeflossen, was zu einer nicht notwendigen Mehrbelastung der Bürger führe, monierte Lange unter anderem. Nach seinen Recherchen müsste die veranschlagte Gebühr für die Müllbehälter niedriger ausfallen. Lange stimmte der Beschlussempfehlung nicht zu.

Steffen Grünwaldt verteidigte seine Vorschläge. Er sei sich sicher, dass die vorgelegte Satzung den rechtlichen Anforderungen entspricht.

Erfolgt eine Zustimmung des Kreistages zur neuen Abfallsatzung, wird ab 1. Januar 2015 auch in den Städten des ehemaligen Landkreises Ludwigslust die Möglichkeit angeboten, Bioabfälle über eine Biotonne zu entsorgen. Darüber hinaus sollen Bioabfälle aber weiterhin möglichst auf eigenen Grundstücken kompostiert bzw. bei den 42 Annahmestellen und 23 Containerstellplätzen im Landkreis entsorgt werden. Die neue Abfallsatzung sieht auch eine Angleichung der Behältergrößen für die Hausmüllentsorgung vor. So können 60-Liter-Behälter im Altkreis Parchim künftig auch von Mehrpersonenhaushalten genutzt werden und der 80-Liter-Behälter wird künftig auch im Altkreis Ludwigslust angeboten. Die Möglichkeit des Behältertausches ist ab 1. Juni 2015 vorgesehen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen