Neustadt-Glewe : Hoch zu Ross in den Kampf

Händler hatten ihre Stände auch direkt vor der Burg aufgebaut.
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Händler hatten ihre Stände auch direkt vor der Burg aufgebaut.

24. Burgfest in Neustadt-Glewe bot den Besuchern wieder jede Menge Unterhaltung. 600 Ritter nebst Gefolge waren aus ganz Europa angereist.

svz.de von
05. Juni 2016, 21:00 Uhr

Die Sonne brannte von einem fast wolkenlosen Himmel – und die Ritter in ihrer Rüstungen schwitzten schon lange, bevor es überhaupt zum Kampfe ging.

Tausende Besucher kamen am Wochenende zum nunmehr bereits 24. Burgfest nach Neustadt-Glewe. Und neben Kaufleuten, Handwerkern und Edelleuten auch 600 Ritter nebst Gefolge.

Zur offiziellen Eröffnung am Sonnabendmittag und unmittelbar vor der Huscarl-Schlacht zog der Burgadel in die Arena unterhalb der Burg ein. Und schon hier zeigte sich, dass dieses Fest durchaus internationales Flair besitzt. Denn „Johann zu Schwerin“ begrüßte die Ritter und Gäste auf Englisch, „Elisabeth zu Dannenberg“ in perfektem Russisch. Sicher auch zur Freude der anwesenden Ritter, die neben Deutschland aus einem Dutzend verschiedener Länder gekommen waren, darunter aus Skandinavien, Russland und den USA. Und so konnte „Karl Gunzelin zu Neustadt“ stolz verkünden, dass die Huscarl-Schlacht, bei der nur Schweiß und kein Blut fließt, inzwischen die größte ihrer Art in Deutschland ist.

Doch natürlich wurde auf dem Neustädter Burgfest nicht nur gekämpft. Auf den Bühnen, im Burghof und auf der Wiese wurde den Besuchern jede Menge Abwechslung und Spaß geboten. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit aber auch zu einem Besuch des Museums in der Burg, wo es angesichts der Hitze draußen dank der Mauern recht erträglich war. Hier vermittelte u. a. die Rittertafel einen Blick in das einstige Leben auf einer Burg. „Schade, ich wär’ auch gern ein Ritter gewesen, mit so einer Rüstung, die finde ich richtig gut“, meinte Klein-Ole (6).

Und auch ein Räuber war auf die Neustädter Burg gekommen: das Parchimer Maskottchen Räuber Vieting samt Räuberbraut Liese. Neustadt-Glewes Stadtwächter Frank Restel indes versicherte, dass der Räuber keine bösen Absichten hege und stellte sich als Beweis dessen zum gemeinsamen Foto.

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