Ludwigslust : Historischer Moment für Lulu

Bürgermeister Reinhard Mach (l.) und Stadtpräsident Helmut Schapper überreichen Oberstleutnant Sascha Stevens ein Ortsschild der Stadt Ludwigslust.  Fotos: Michael Seifert
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Bürgermeister Reinhard Mach (l.) und Stadtpräsident Helmut Schapper überreichen Oberstleutnant Sascha Stevens ein Ortsschild der Stadt Ludwigslust. Fotos: Michael Seifert

Gestern unterzeichneten Stadtpräsident und Bürgermeister einen Patenschaftsvertrag mit dem Versorgungsbataillon 142

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03. Juni 2016, 17:00 Uhr

Klassische Musik erklingt gestern Vormittag im Lichthof des Rathauses. Das Holzbläserquintett des Heeresmusikkorps Neubrandenburg spielt das Musikstück Tamburin vom Komponisten Rameau. Weitere Stücke sind das Allegro von Leopold Kozeluh, die Novelette von F. Poulenc und Cadiz von Isaac Albeniz. Die fünf Musiker in Uniform sorgten damit für die feierliche Umrahmung eines ganz besonderen Moments: Den Abschluss des Patenschaftsvertrages zwischen der Stadt Ludwigslust und dem Versorgungsbataillon 142.

Die Patenschaftsurkunde unterzeichneten Stadtpräsident Helmut Schapper und Bürgermeister Reinhard Mach für Ludwigslust und für das Bataillon der Kommandeur Oberstleutnant Jörg Sieder, der es als große Wertschätzung empfand, dass Brigadegeneral Oliver Kohl, der Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 41 Neubrandenburg, bei diesem Ereignis zugegen war.


Etwas Neues und ganz Besonderes


Für die Stadt Ludwigslust, die zwar schon mit anderen Städten aus anderen Ländern partnerschaftliche Beziehungen unterhält, ist diese Form von Partnerschaft mit einem Bataillon der Bundeswehr nicht nur etwas Neues, sondern etwas ganz Besonderes. „Wichtig ist, dass wir uns zunächst gut kennen lernen und dann in der gemeinsamen Zeit Ziele formulieren, um diese Zusammenarbeit dann mit Leben zu erfüllen“, so Bürgermeister Mach. „Ich bin der Meinung, dass wir in der Patenschaft mit dem Versorgungsbataillon 142 einen guten Weg einschlagen.“

Oberstleutnant Sieder, der mit seinem Stab nach Gründung des neuen Verbandes, des Versorgungsbataillons 142, im Oktober 2015 nach Hagenow verlegt wurde, hatte sich recht bald auf die Suche nach Kommunen gemacht, die für eine Patenschaft mit dem Bataillon in Frage kämen. „Beim Neujahrsempfang 2016 bin ich mit Bürgermeister Mach zu diesem Thema ins Gespräch gekommen und nun, gut fünf Monate später, haben wir mit der schönsten Stadt in Mecklenburg-Vorpommern eine Patenschaft abgeschlossen“, schmunzelte Jörg Sieder.


Vor gut 15 Jahren wäre das undenkbar gewesen


Helmut Schapper, der Präsident der Stadtvertretung Ludwigslust, freute sich, dass so kurz nach dem Beschluss des Parlaments ein neuer Abschnitt des Miteinanders zwischen Bundeswehr und Stadt beginnt. „Vor gut 15 Jahren wäre so etwas in unserer Stadt undenkbar und nicht mehrheitsfähig gewesen. Die Bundeswehr hat in den vergangenen Jahren auf beeindruckende Weise gezeigt, dass die Soldatinnen und Soldaten Deutschland dienen“, so Helmut Schapper. Das hätten die Angehörigen der Bundeswehr in vielen Einsätzen im Inland, bei Einsätzen im Kampf gegen das Hochwasser oder bei anderen Naturkatastrophen und ebenso auch bei Auslandseinsätzen unter Beweis gestellt.

„Heute ist auch ein besonderer Tag, denn wir verabschieden Mitglieder Ihres Bataillons, die in einen Einsatz gehen, der nicht in Deutschland ist“, sagte Helmut Schapper. Und er fügte hinzu, „dass wir als Stadt in regelmäßigen Abständen Kontakt mit Ihnen haben werden, wir uns gegenseitig besuchen. Es soll ein enges Miteinander sein, ein Aufeinanderzugehen. Deshalb wollen wir Ihnen ein Ortsschild mit auf den Weg geben, das Sie in ihrem Einsatzort an Ludwigslust erinnert.“ Und dann übergab der Stadtpräsident das Ludwigsluster Ortsschild an den stellvertretenden Kommandeur des Versorgungsbataillons 142, Oberstleutnant Sascha Stevens. Der zukünftige Kommandeur des Multinationalen Einsatzunterstützungsverbandes in Mazar-E Sharif war mit einer kleinen Abordnung von Soldaten nach Ludwigslust gekommen – stellvertretend für die rund 100 Soldatinnen und Soldaten, die bis November 2016 dort in Afghanistan im Einsatz sein werden.

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