Grabow : Historie der Jagd im Schützenhaus

Bei der Eröffnung der Jagdausstellung im Grabower Schützenhaus: Bürgermeister Stefan Sternberg (links stehend), Gottlieb Polzer und Ehefrau (rechts daneben). Jürgen Behrends hält das „Gummigeweih“ in seiner Hand.
Bei der Eröffnung der Jagdausstellung im Grabower Schützenhaus: Bürgermeister Stefan Sternberg (links stehend), Gottlieb Polzer und Ehefrau (rechts daneben). Jürgen Behrends hält das „Gummigeweih“ in seiner Hand.

Ausstellung von Prof. Dr. Dr. Polzer als Dauerleihgabe im neuen alten Grabower Kommunikationszentrum der Öffentlichkeit vorgestellt

von
07. September 2015, 07:00 Uhr

Ein „Gummihirsch“ hat nichts mit einem Kinderspielzeug zu tun. Das wissen die Besucher der Wild- und Jagdausstellung im Grabower Schützenhaus seit Sonnabend Morgen. Der Geber dieser Schau, Prof. Dr. Dr. Gottlieb Polzer, hatte zur Eröffnung die Trophäe einer solchen abnormen Geweihform mitgebracht.

Die Ausstellung „Umwelt, Natur und Jagd“ ist eine Dauerleihgabe der Familie. Gottlieb Polzer und sein Vater, der viele Jahre Revierförster in Leussow war, haben sie zusammengetragen. Unvergessen ist die Lebensleistung des Revierförsters Johann Polzer, der über 1000 Hektar Wald nach Raupenfraß wieder aufgeforstet hat.

Bisher war die Ausstellung in der Burg Mylau im Vogtland zu sehen. Die wird umfassend saniert und hat keinen Platz mehr für die Exponate. Gottlieb Polzer, inzwischen 79 Jahre alt, möchte seinen Nachlass regeln. Sein Wunsch ist, die Ausstellung nach Mecklenburg zurückzuführen.

In drei Räumen des Schützenhauses sind Ausstellungsstücke aus Namibia, dem europäischen und sibirischen Russland sowie aus der Mongolei zu sehen. Aber auch zahlreiche Tierpräparate, darunter Singvögel, Wild in Lebensgröße, Felle sowie historische Waffen aus der Griesen Gegend bilden einen großen Teil der Jagdausstellung. Dabei werden die Besucher virtuell auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Jagd geschickt.

„Eine große und wertvolle Ausstellung hat eine neue Heimat gefunden“, unterstreicht Jürgen Behrends. Der Waidmann aus Glaisin ist ein Vertrauter Polzers, dem dieser die Geschicke der Ausstellung in die Hand gelegt hat.

Nach seinen Worten leitet sich die Ausstellung von der Geschichte her, in der die Jagd ein entscheidendes Kriterium zur Entwicklung der Menschheit gewesen sei, so Behrends. „Bei der Jagd fand sich außerhalb der Familie die erste Sozialordnung“, erklärte er. Über 20 Rollbilder zeigen die Jagd im Wandel der Zeiten. Der Besucher erlebt die Ausstellung per Audio-Guide und kann sich seinen Rundgang nach individuellen Interessen gestalten. Betreut wird die Ausstellung von Mitarbeitern des Forstamtes Ludwigslust, die im Hause ihren Sitz haben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen