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Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 07:28 Uhr

Ludwigslust : Hilfe-Partner bleiben am Ball

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kompetenzagenturen für Rat suchende Jugendliche bieten dank Finanzierung des Landkreises weiter Unterstützung an

von
erstellt am 16.Sep.2014 | 11:09 Uhr

Die Kompetenzagenturen im Landkreis sind weiter gesichert, weil der Landkreis vorerst für eine nahtlose Weiterführung die Mittel bereit stellt. „Die Begründung liegt in der Notwendigkeit, ein solches niederschwelliges Hilfsangebot für die Zielgruppen der benachteiligten und Arbeitsmarkt fernen jungen Menschen weiterhin zu erhalten“, sagt Roswitha Dumann, Ansprechpartnerin in Ludwigslust.

„Diese Agentur zur beruflichen und sozialen Integration steht für hilfebedürftige Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 bis 27 Jahren mit diversen Problemen offen, der Zugang erfolgt freiwillig. Jeder wird individuell entsprechend seiner persönlichen Problemlage und basierend auf seinen persönlichen Fähigkeiten betreut und unterstützt“, erklärt Manuela Franck, die für die Einzelfallhilfe in Parchim zur Verfügung steht. Die Probleme, mit denen die Ratsuchenden kommen, sind z.B. der fehlende Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, Wohnungslosigkeit, soziale Isolation, Schulverweigerung, Ausbildungsabbruch, Überforderungssituationen in der Verselbständigungsphase, massive Schulden, Drogen- und Suchtprobleme, psychische Probleme und Hilflosigkeit, Straffälligkeit, Nichtleistungsempfänger, familiäre Auseinandersetzungen…

„Die Kompetenzagenturen im Landkreis mit den Standorten in Ludwigslust, Parchim und Boizenburg bestehen nunmehr bereits im achten Jahr und sind weiterhin auf Erfolgskurs“, so Bernd Geistlinger, Berater aus Boizenburg.

Alle sieben Jahre wird durch die Europäische Union eine neue Förderperiode aufgelegt, die letzte endete ursprünglich zum 31. Dezember 2013. Das Bundesfamilienministerium hatte kurzfristig zum Jahresende 2013 entschieden, dass die Kompetenzagenturen aus Restmitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) noch bis zum 30. Juni weiter gefördert werden. Eine Anschlussfinanzierung wird erwartet, weshalb der Landkreis nun eingesprungen ist.

Oft sind mehrfach benachteiligte Jugendliche überfordert, wenn es darum geht ihren ganz normalen Alltag zu meistern. Da viele ihre Probleme nicht allein bewältigen können, brauchen sie Ansprechpartner, die ihnen bei der Lösung behilflich sind und Perspektiven aufzeigen.

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