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Ludwigsluster Tageblatt

18. Dezember 2017 | 06:19 Uhr

Ludwigslust : Hier zählt jeder Zentimeter

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Planungen für Abschnitt „Alte Molkerei“ der Friedrich-Naumann-Allee gehen weiter / Baubeginn könnte im März 2018 sein

svz.de von
erstellt am 03.Aug.2017 | 10:39 Uhr

Auto aus der Ausfahrt fahren, einmal wenden und wieder zurück auf das Grundstück – die Anwohner des Abschnitts „Alte Molkerei“ der Friedrich-Naumann-Allee prüften bei der letzten Bürgerwerkstatt ganz genau, wie breit die neue Fahrbahn nach dem Ausbau (SVZ berichtete) sein muss. Jens Gröger, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadtverwaltung, hatte Anwohner und Vertreter der Schule an der Bleiche eingeladen, um über die neuesten Planungsfortschritte zu informieren und die Meinungen aller einzuholen.

Eine Fahrbahnbreite von 4,75 oder 5 Metern – als sich die Anwohner und Schulvertreter diesen Unterschied nicht wirklich vorstellen können, lässt Jens Gröger kurzerhand das Auto von Familie Willert vorfahren. Mithilfe eines Zollstocks wird allen schnell klar, dass die neue Fahrbahn 5 Meter breit sein muss. Hinzu kommen 50 Zentimeter Abstand zu den Grundstücken. Denn die Anwesenden sind sich einig, dass sie zukünftig genug Platz zum Ein- und Ausparken benötigen. Aktuell ist das aufgrund parkender Autos oft problematisch.

Neben der Fahrbahn wird natürlich auch ein Gehweg entstehen. Für Andreas Kluß, stellvertretender Schulleiter, wäre eine barrierearme Lösung der Nebenanlage am besten. „Dann könnten unsere Kinder leichter aus den Bussen aussteigen. Da wir viele gehbehinderte Schüler haben, wäre ein hoher Bord unvorteilhaft.“ Auch optisch wirke eine barrierearme Straße laut Jens Gröger harmonischer. Die Anwohner befürchten jedoch, dass diese wieder zum Parken einladen könnte. Die Idee, deshalb Poller aufstellen zu lassen, lehnten die Anwesenden ab. Viel eher würde man das Aufstellen von Park- bzw. Halteverbotsschildern bevorzugen. „Diese mögliche Variante werden wir mit in die Planungen aufnehmen“, versicherte Jens Gröger.

Sicher ist auch, dass die Roteiche in dem Straßenabschnitt gefällt werden muss. „Wir haben ein Baumgutachten in Auftrag gegeben und das ergab Pilzbefall“, erklärt Gröger weiter. Die Fällung muss aber noch bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragt werden. Dafür sollen später vier bis fünf neue Bäume gepflanzt werden. Die Tendenz geht hier zu der Schwedischen Mehlbeere, so wie sie zum Beispiel auch schon in der Nummerstraße steht. An welcher Stelle die Bäume gepflanzt werden sollen, ist noch nicht sicher.

Auch der ungefähre Baubeginn steht nun fest. Laut Jens Gröger könnten im März 2018 die Baufahrzeuge rollen, die Bauarbeiten würden dann etwa drei Monate dauern. Vorher muss jedoch noch der endgültige Entwurf erstellt und dieser dann beschlossen werden. Im Januar 2018 soll das Bauvorhaben öffentlich ausgeschrieben werden. „Wir werden uns da auf etwa sechs bis acht Firmen aus der Region beschränken“, so Jens Gröger. Wenn dann die Baufirma feststeht, findet auch die nächste Bürgerwerkstatt auf dem Abschnitt „Alte Molkerei“ statt.

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