brunow : Hier zählt jede Sekunde

Beim Löschangriff muss jeder Handgriff sitzen, es geht um Sekunden. Fotos: andreas münchow
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Beim Löschangriff muss jeder Handgriff sitzen, es geht um Sekunden. Fotos: andreas münchow

Feuerwehren der Grabower Region trafen sich am vergangenen Sonnabend in Brunow zum Amtsausscheid

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07. Mai 2017, 21:00 Uhr

Eigentlich wächst hier ja Ackergras, doch das ist gemäht. Und so hieß es am Dorfrand von Brunow am Sonnabend: „Wasser marsch!“

Die Feuerwehren des Amtes Grabow trafen sich hier, auf besagter Ackerfläche in Brunow, zu ihrem Amtsausscheid. In verschiedenen Disziplinen wurden die Sieger ermittelt. Dabei ging es neben Pokalen auch um die Qualifikation zu den Kreismeisterschaften (Erwachsene) und zum Landesausscheid der Jugendfeuerwehren.

Amtswehrführer Bernd Rüsch freute sich über die Teilnahme so vieler Wehren. „Wir haben hier 18 Feuerwehren, dazu fünf Jugendwehren, insgesamt 450 Kameradinnen und Kameraden“, sagte Bernd Rüsch. „Erstmals nehmen an unserem Amtsfeuerwehrausscheid gleich drei Frauengruppen teil“, betonte der Wehrführer. Das waren neben der Frauenmannschaft Boek / Gorlosen, die bereits früher dabei war, erstmals Teams aus Wanzlitz / Dadow und aus Balow.

Die Frauengruppe aus Wanzlitz / Dadow fand sich im Oktober zusammen: Mädchen und Frauen, die zum Teil erst im vergangenen Jahr in die Wehren von Wanzlitz und Dadow eintraten. „Wir wollten unbedingt an diesem Wettkampf teilnehmen und haben hart trainiert dafür“, sagt Manuela Biehl von der Wanzlitzer Feuerwehr. „Ich bin Truppmann und für mich ist das Wirken in der Feuerwehr die Erfüllung.“

Trainiert werden die Frauen von Wolfgang Krause und Lukas Rose. „Ich bin stolz auf meine Frauen“, jubelte Wolfgang Krause, dessen Ehefrau Sabrina ebenfalls in der Gruppe ist, am Sonnabend kurz nach einem Wettkampf. „Wir hatten uns vorgenommen, im Löschangriff nass eine Zeit unter 40 Sekunden zu schaffen, es wurden 39,27 Sekunden. Ein Super-Ergebnis.“ Dafür haben die Mädchen und Frauen aber auch hart trainiert. „Seit Oktober jeden Sonntag, meist so etwa zweieinhalb Stunden“, erzählt Gabi Tank von der Dadower Feuerwehr. Was die Sonntage betrifft, wurde nur Weihnachten und am Osterfeiertag nicht geübt, dafür aber am Karfreitag. Gabi Tank: „Es macht einfach Spaß und ist auch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, in der Feuerwehr zu sein und, wenn nötig, zum Einsatz auszurücken.“

Die Truppe Wanzlitz / Dadow schaffte am Sonnabend übrigens den 2. Platz in der Frauenwertung.

Für Amtsvorsteherin Kriemhild Kant, Bürgermeisterin im benachbarten Balow, zeigte der Sonnabend: „Mit dem Ausscheid, der dieses Mal in Brunow stattfindet, wird eine schöne Tradition in unserem Amt fortgesetzt. Wir sehen, dass das Zusammenwirken von Gemeinde, Feuerwehr, Wirtschaft und Amt auch hier funktioniert.“

Findet auch Brunows Bürgermeisterin Heike Bartczak. „Akzeptanz und Interesse bei unseren Einwohnern an diesem Tag sind riesig“, sagt sie. „Für den Kuchenbasar sind 40 Kuchen und Torten zusammengekommen, und das bei rund 50 Haushalten, die wir haben. Eine Rentnerin hat beim Bäcker sogar einen Kuchen bestellt, weil sie selbst nicht backen konnte. Aber sie wollte die Aktion mit ihren Möglichkeiten unterstützen.“

Dass er den Tag unterstützt, war auch für Helge Dieckmann, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Brunow, von Beginn an klar. Nicht nur, indem der Betrieb die drei Hektar Fläche zur Verfügung stellt. „Wir haben die Versorgung mit Brat- und Bockwurst, Fleisch und Erbseneintopf übernommen. Wir haben einen guten Draht zur Gemeinde und meine Einstellung ist es, dass das dörfliche Leben erhalten werden muss. Dazu gehört auch die Feuerwehr.“

Und auch der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes, Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg, war am Sonnabend in Brunow. „Eine tolle Organisation“, fand er.

Die Sieger: Grabow (Feuerwehrhindernisübung), Milow (Löschangriff nass), Boek / Gorlosen (Gesamtwertung Männer), Boek / Gorlosen (Gesamtwertung Frauen). Die Sieger bei den Jugendwehren: Grabow (Feuerwehrhindernisübung), Eldena 2 (Löschangriff), Zierzow 1 (Knoten und Stiche).

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