Ludwigslust : Hier wird Staub weg gepinselt

Alexander Seifert reinigt eine Rosette im Tonnengewölbe der Stadtkirche.
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Alexander Seifert reinigt eine Rosette im Tonnengewölbe der Stadtkirche.

Restaurierungsarbeiten in Ludwigsluster Stadtkirche haben begonnen / Zunächst werden Wände und Decken gereinigt

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09. Juli 2014, 07:00 Uhr

Behutsam streicht Alexander Seifert mit einem Pinsel über die an der Wand befestigte Rosette, reinigt sie von Staub. Mit dieser Arbeit startete am Dienstag praktisch die weitere Sanierung der Ludwigsluster Stadtkirche.

Unmittelbar vor Beginn der Arbeiten gab es morgens in der Kirche eine Bauanlaufberatung, an der unter anderem Architekten, Restauratoren, Maler und Küster Thomas Konradt teilnahmen. Bauleiter Karl-Heinz Schilling vom Ludwigsluster Büro Architekten und Ingenieure Kaschig+Schilling erklärt: „Nachdem in den vergangenen rund vier Wochen das Baugerüst im Inneren der Kirche aufgebaut wurde, können jetzt die Arbeiten beginnen.“

In den kommenden rund zwei Wochen werden insbesondere die Rosetten des Tonnengewölbes und die Decke gereinigt. Jan Seifert von der Restaurierungswerkstatt Seifert aus Potsdam sagt: „Für die Reinigung nutzen wir trockene Schwämme, Bürsten und Pinsel.“ Trocken deshalb, weil Feuchtigkeit neue Schäden verursachen würde. „Es geht vor allem darum, normalen Staub, Kalkspritzer und Spinnengewebe zu beseitigen“, erläutert Diplom-Restauratorin Bettina Strauß, die die Restaurierungsarbeiten begleitet. Bis zu einem gewissen Grade werden die Arbeiten unter anderem deshalb erleichtert, weil es in der Kirche keine Ofenheizung gibt und so auch kein Kohlenstaub vorhanden ist.

Nach den Reinigungsarbeiten steht u. a. die Restaurierung der insgesamt 34 Rosetten an, die aus zusammen geklebten Papierlagen bestehen und nicht, wie umgangssprachlich oft bezeichnet, aus Pappmaché sind. Zwei der Rosetten müssen völlig erneuert werden. Andere weisen Risse und Abplatzungen auf und müssen repariert werden.

Sanierung und Restaurierung des Tonnengewölbes und der Ostwand (die Westwand wurde bereits 2008 erneuert) sollen noch vor Weihnachten abgeschlossen sein. „Unser Konzert zum 1. Advent soll bereits in der vollkommen sanierten Kirche stattfinden, die Arbeiten dann beendet sein“, hofft Küster Thomas Konradt.

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