Grabow : Hier wird ein Knoten gelöst

Gar nicht so einfach: Das Knäuel aus Armen und Beinen muss entwirrt werden.
Gar nicht so einfach: Das Knäuel aus Armen und Beinen muss entwirrt werden.

Abenteuercamp des Zebef in Grabow bietet 19 Mädchen und Jungen viel Abwechslung.

23-49349880_23-66107806_1416392167.JPG von
12. Juli 2019, 05:00 Uhr

Und morgen verraten wir die Auflösung des Knotens… Ganz so lange mussten die Mädchen und Jungen nicht warten, bis es soweit war. Aber so ganz einfach ging es dann auch wieder nicht.

Abenteuercamp im Grabower Sportstadion. 19 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren nehmen dort in dieser Woche am Ferienlager des Ludwigsluster Zebef teil. Eigentlich sollte das Camp in der Waldschule in Alt Jabel stattfinden. Ging aber wegen des erst am Wochenende gelöschten Waldbrandes nicht. „Wir sind froh, dass die Stadt Grabow uns das Stadiongelände zur Verfügung gestellt hat“, freut sich Dirk Westphal, der das Camp als pädagogische Fachkraft mit drei weiteren Helfern betreut. Bereits in der Vorwoche hatte hier planmäßig das Katastrophenschutzcamp stattgefunden.

An diesem Morgen schlafen die Mädchen und Jungen etwas länger, denn am Vorabend hat man lange zusammen gesessen. „So ein Camp macht immer wieder Spaß, weil man so viele neue Menschen kennenlernt“, sagt die 12-jährige Pia aus Neustadt-Glewe. Und Max, ebenfalls 12 Jahre alt, meint: „Ich bin jetzt schon das sechste Mal dabei. Mir macht vor allem das Baden Spaß. Und wie in Alt Jabel gibts ja auch hier in Grabow ein tolles Schwimmbad.“

„Wir können den Kindern auch hier schöne wildnispädagogische Angebote unterbreiten“, sagt Dirk Westphal. Dazu gehört das Bauen der Laubhütte ebenso wie zum Beispiel Baumklettern. „Bademeister Detlef Hohl gab uns den Tipp, vielleicht auch mal zu angeln und uns mit dem Angelverein in Verbindung zu setzen“, so Dirk Westphal. Gesagt, getan: Mit dem Verein „Onkel Bräsig“ wurde ein Termin vereinbart. Lutz Dohrmann vom Angelverein: „Wir haben das dann ganz kurzfristig hinbekommen und mit den Kindern an der ersten Lache in Grabow geangelt. Fast jeder hat einen Fisch an Land gezogen. Ganz toll: Wir wollten im Angelgeschäft Herrmann in Ludwigslust Köder kaufen. Als man dort hörte, dass wir mit Ferienkindern vom Zebef angeln wollen, hat man uns die Köder gesponsert.“ Nach dem gemeinsamen Angeln übrigens wurden am Wasser noch Würstchen gegrillt. Die Fische sollten dann später im Camp verputzt werden.

Alle Kinder und Jugendliche freuten sich auch auf eine Paddeltour nach Malliß, einschließlich einer dortigen Übernachtung.

Dirk Westphal hat inzwischen seinen Transporter startklar gemacht, um zum Einkauf zu fahren. „Wir werden morgens, mittags und abends super von der Gaststätte ,Grüne Gurke’ verpflegt. Aber so ein paar Kleinigkeiten brauchen wir noch zusätzlich: Corn Flakes, Schokoaufstrich oder auch Marmelade zum Beispiel“, sagt Dirk Westphal.

Nach und nach kommen die Mädchen und Jungen inzwischen an diesem Morgen aus ihren Zelten, in denen sie zu zweit oder auch mal zu dritt schlafen. Einige gehen gleich zum Duschen ins Sanitärgebäude, dass sonst den Fußballern vorbehalten ist. Andere schnuppern erstmal die frische Morgenluft.

Betreuerin Anabell Stein versammelt indes einige ihrer Schützlinge für ein Spiel zum Wachwerden: Den Gordischen Knoten. Dabei bilden alle einen Kreis, strecken die Arme vor und gehen mit geschlossenen Händen aufeinander zu, um sich schließlich anzufassen. Weil man den unmittelbaren Nachbarn nicht anfassen darf, entstehen schnell gleich mehrere Knoten aus Armen und Beinen, die irgendwie durch Klettern, Balancieren oder Kriechen entwirrt werden müssen.

Als das geschafft ist, bitten Celine Vollmerich und Benedict Uhlig – ebenfalls Betreuer – einige Mädchen und Jungen, schon mal die Tische im Zelt für das Frühstück vorzubereiten. Ein neuer Ferientag voller Abenteuer hat begonnen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen