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Ludwigsluster Tageblatt

20. November 2017 | 01:39 Uhr

Neustadt-Glewe : Hier wird der Schwamm beseitigt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Sanierungsarbeiten am Dach der evangelischen Kirche in Neustadt-Glewe werden fortgesetzt

von
erstellt am 02.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Gewissenhaft betrachtet Robert Stein den Balken. „Hier hat der Schwamm das Holz beschädigt“, sieht der erfahrene Zimmermann von der Zimmereihandwerk „Aufbau“ GmbH aus Chemnitz. Und setzt seine Säge an, um den betreffenden Abschnitt herauszutrennen.

Dach und Dachboden der evangelischen Stadtkirche in Neustadt-Glewe sind derzeit wieder eine Baustelle. Nachdem im Vorjahr die Ostseite des Daches saniert wurde, wird nun das Mittelteil erneuert. Das Problem sind mögliche Holzschädigungen an den unter den Dielen liegenden Holzbalken. Und hier sind vor allem die Balkenköpfe nahe des Mauerwerks gefährdet und vom Schwamm betroffen. In der Regel müssen deshalb auch nicht die Balken insgesamt ersetzt werden. Vielmehr werden die Balkenköpfe je nach Schädigung auf einer Länge von wenigen Metern abgesägt und durch neues Holz ersetzt.

Im Gegensatz zum Vorjahr kann Pastorin Silke Draeger während der jetzigen Bauphase im großen Kirchenraum keine Gottesdienste durchführen. Denn ein Gerüst nimmt fast den gesamten Innenraum ein. Es stützt die oberhalb gelegene Decke ab und stabilisiert sie während der Arbeiten auf dem Dachboden. Deshalb steht das Gotteshaus derzeit auch Besuchern nicht vollständig offen. Sie können allerdings durch die Seitenpforte bis zur Absperrung in die Kirche gelangen und haben hier die Möglichkeit, Kerzen anzuzünden.

Allerdings muss trotz allem nicht auf Gottesdienste verzichtet werden. „Sie finden gegenwärtig im kleineren Gemeinderaum unserer Kirche im Obergeschoss statt“, erklärt Pastorin Draeger. Solche Veranstaltungen indes, wie Hochzeiten und Taufen, sind derzeit in der Brenzer Kirche möglich, die ja nur wenige Kilometer entfernt ist.

Die Sanierung des Mitteldaches soll bis Oktober abgeschlossen sein. Nach wie vor freut sich Silke Draeger über die hohe Spendenbereitschaft, ohne die eine Sanierung des Kirchendaches (Gesamtkosten ca. 320 000 Euro) nicht möglich wäre. Erst kürzlich spendete die Dornier Stiftung 3000 Euro. Der Flugzeughersteller Dornier hatte während des Krieges auch in Neustadt-Glewe ein Werk. „Ich habe der Stiftung geschrieben und auf die historische Verbindung zu Neustadt-Glewe hingewiesen“, sagt Pastorin Draeger. „Man sei sehr interessiert und offen unserer Stadt gegenüber, hieß es seitens der Stiftung, die dann das Geld spendete, sagt Pastorin Draeger.

Eine Tafel vor der Kirche gibt Auskunft über weitere Förderer des Sanierungsprojekts. Im kommenden Jahr dann soll der Westteil des Kirchendaches erneuert werden. Silke Draeger hofft, dass später auch der Innenraum der Kirche erneuert werden kann. Denn die Baugerüste zum Beispiel, aber auch die Jahre, haben am Putz ihre Spuren hinterlassen.


Gottesdienst „Stolpe für alle“


Zu einem Gottesdienst unter dem Motto „Stolpe für alle“ lädt Pastorin Silke Draeger am morgigen Sonntag ab 14 Uhr in die Kirche zu Stolpe ein. Dabei sein wird der Kirchenchor aus Brenz. Wie Silke Draeger betont, sind dazu auch Menschen eingeladen, die nicht Mitglied der Kirche sind. Anschließend gibt es Eiskaffee.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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