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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 04:04 Uhr

Brenz : Hier wienern sie die Fenster

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Viele Helfer beim Großreinemachen von Alter Schule in Brenz. Gebäude wird während des Kita-Neubaus Domizil der „Bummi“-Kinder

von
erstellt am 12.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Das ist wohl einer der schönsten Briefe, die Henry Topp jemals erhielt, zumindest in seiner Funktion als Brenzer Bürgermeister. „...Wir sind nämlich alle total aufgeregt, weil wir einen neuen Kindergarten bekommen und bald umziehen müssen...Wir laden Sie ganz herzlich ein, uns in unserem Ausweichkindergarten zu besuchen“, heißt es in dem Brief unter anderem. Unterschrieben haben mehrere Kinder der Kita „Bummi“ aus Brenz.

Hintergrund: Das schon über 40 Jahre alte Gebäude, in dem die Kinder betreut werden, wird im April abgerissen und so einem schmucken Neubau Platz machen, der in rund einem Jahr fertig sein soll (SVZ berichtete). Am kommenden Wochenende ist Umzug in den „Ausweichkindergarten“: Es ist die Alte Schule gegenüber der „Bummi“-Kita.

Ende vergangener Woche wurde die Alte Schule nun sozusagen bezugsfertig gemacht. Erzieherinnen und viele andere Helfer aus dem Dorf putzten Fenster, reinigten Fußböden, Toiletten- und Waschräume.

Erzieherin Helga Vogel hatte Freitag eigentlich frei. „Klar, dass ich hier trotzdem mitmache. Schließlich sollen unsere Kinder in einer Woche schöne und saubere Räume haben.“ Sagte es, griff gleich wieder zum Putztuch und wienerte das nächste Fenster. Die Erzieherinnen Ina Knauer und Manuela Schomann hatten am Vormittag noch die Kinder gegenüber betreut, putzten am Nachmittag ebenfalls fleißig mit. In der Spüle der Küche ließ Kita-Angestellte Stefanie Eßlinger indes den nächsten Eimer voll Wasser laufen. „Zum Fußbodenwischen in den drei Bädern“, sagte sie. Die sollen ja schließlich blitzeblank sein.“

Ein paar Türen und Räume weiter rumpelte es indes. „Hier packten einige kräftige Männer gerade den Billardtisch zusammen (die Alte Schule wurde bisher u. a. von Vereinen und Gruppen für Freizeitgestaltung genutzt), verluden ihn dann auf einen Hänger und fuhren ihn weg. Bürgermeister Henry Topp: „Unternehmen haben uns Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, in denen wir verschiedenes Mobilar aus der Alten Schule unterstellen können bis die Kleinen in ihre neue Kita einziehen.“

Das zeigt schon, dass der Umzug eine Sache nicht nur des Kindergartens, sondern des ganzen Dorfes ist. Kita-Leiterin Cindy Petermann: „Eltern, Großeltern, Vereine und viele andere Helfer haben für den Umzug nächstes Wochenende ihre Unterstützung zugesagt. Dafür sind wir sehr dankbar.“ Klar, dass viele freiwillige Helfer von außerhalb der Kita auch beim Großreinemachen schon dabei waren. Neben den fleißigen Handwerkern gehörte unter anderen auch Brigitte Krüger dazu. „Hier zu helfen, ist selbstverständlich“, meinte sie. Sprachlos angesichts der großen Hilfsbereitschaft so vieler Menschen ist nach eigenen Worten Bürgermeister Henry Topp. „Ob Jung oder Alt, alle helfen mit. Das zeigt, wie sehr die Leute mit ihrem Dorf verbunden sind.“ Als Dank brachte Topp den Helfern Freitagnachmittag schon mal eine Fruchttorte vorbei, die seine Ehefrau gebacken hatte.

Eingangs erwähnten Brief übrigens hatten die Kinder bei einem Besuch in der Stadtbibliothek Neustadt-Glewe mit deren Leiterin Monika Haase geschrieben. Bürgermeister Topp: „Ich kann schon mal versprechen, dass ich die Kinder in ihrem Ausweichkindergarten besuchen werde.“

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