Malliss : Hier staunen die „Ehemaligen“

Lehrer Ronald Festner führt Max sowie den „Ehemaligen“ Emely Quenzel, Henry Schult und Alexander Scheelen (v. l.) ein computergesteuertes Raupenfahrzeug vor. Fotos: andreas Münchow
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Lehrer Ronald Festner führt Max sowie den „Ehemaligen“ Emely Quenzel, Henry Schult und Alexander Scheelen (v. l.) ein computergesteuertes Raupenfahrzeug vor. Fotos: andreas Münchow

Schule in Malliß hatte am Sonnabend zum Tag der offenen Tür eingeladen / Schülerfirma sorgte für das leibliche Wohl

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15. Januar 2018, 12:00 Uhr

„Das ist ja wie bei den Schülern, die erste Reihe bleibt immer frei“, lacht Gundis Mette. Auf den Stühlen im Klassenraum sitzen dieses Mal nämlich vor allem Eltern.

Gundis Mette ist stellvertretende Schulleiterin an der Regionalen Schule mit Grundschule in Malliß. Vergangener Sonnabend: Die Schule hat zum Tag der offenen Tür eingeladen. Das Interesse ist groß und so bleibt dann auch besagte erste Reihe nicht lange leer. Viele Eltern nämlich, deren Nachwuchs derzeit noch eine Grundschule besucht, stehen nun vor einer wichtigen Entscheidung: Wie geht es weiter nach der vierten Klasse, auf welche Schule schicke ich mein Kind danach?

Gundis Mette erläutert den Eltern – viele haben ihre Kinder dabei – die entsprechenden Angebote der Mallisser Schule. Und geht dabei nicht nur auf den reinen Unterricht ein. „Wir sind eine offene Ganztagsschule. Das heißt, Kinder, die es möchten, können unsere entsprechenden Angebote nutzen, müssen es aber nicht.“ Oft werde sie auch gefragt, wie es mit dem Busausweis für die Schüler sei, die an den ersten Schultagen vielleicht noch gar keinen Ausweis haben. „Jedes Kind wird auch dann mit dem Bus nach Hause gebracht“, so Gundis Mette.

Die Muttis und Vatis erfahren auch, dass es in der Schule ein so genanntes Grünes Klassenzimmer gibt, einen Verkehrsgarten mit 20 neuen Fahrrädern und vieles mehr.

Charline, die derzeit noch die vierte Klasse in Neu Kaliß besucht, ist mit ihrer Mutti Jessica Dunker gekommen und hat ihre Wahl schon getroffen: „Ich werde hier nach Malliß kommen. Ich war im Dezember schon mal zum Schnuppertag hier und es hat mir ganz doll gefallen“, meint die Kleine.

Aber nicht nur künftige Schüler kommen zum Tag der offenen Tür. Alexander Scheelen (20), Henry Schult (20) und Emely Quenzel (19) haben bis 2014 an der Mallisser Schule gelernt. „Wir sind heute hergekommen um mal wieder ,alte’ Gesichter zu sehen und was sich in der Schule so getan hat. Vieles kennen wir gar nicht mehr, weil es neu ist: Computer, Arbeitsmaterialien…“, sagt Alexander. „Und selbst die Wände sind neu gestrichen“, so Emely.

Ronald Festner, Lehrer für Arbeit, Wirtschaft, Technik und Informatik, freut sich über den Besuch seiner „Ehemaligen“. Und führt ihnen und anderen Besuchern unter anderem ein computergesteuertes und selbstgebautes Raupenfahrzeug vor.

Eine Etage tiefer fliegen Funken: Vanessa und Niklas aus der zehnten Klasse führen die „Blitzmaschine“ vor, ein Experiment aus dem Physikunterricht. „Damit erzeugen wir Strom“, erklärt Vanessa.

Auch Bürgermeister Volker Sielaff ist an diesem Vormittag in der Schule. „Die Verbundenheit von Schule und Gemeinde hat eine lange Tradition in Malliß. Ohne Schule geht es nicht“, sagt Sielaff. Er hoffe, auch im nächsten Schulentwicklungsplan werde der Standort Malliß seinen Platz haben.“ Gundis Mette ist ebenfalls optimistisch hinsichtlich des Schulstandortes. Die kommenden Geburtenjahrgänge seien wieder stark.

An diesem Vormittag können die Gäste der Schule auch malen, basteln, spielen oder rätseln. Und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Die Schülerfirma „Fette Hummel“ bietet u. a. Kuchen, belegte Brote und Kaffee an, unterstützt durch Eltern. Ute Fortan vom Elternrat der neunten Klasse: „Wir helfen gerne. Den Kuchen haben Eltern gebacken, Schüler die Brote geschmiert und Bockwurst zubereitet. Und schmackhafte Suppe gibt es auch.“

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