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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 17:12 Uhr

Alt Jabel : Hier ist die Natur zu Hause

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Waldbad Alt Jabel bewirbt sich um Partner-Zertifikat des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe

Mehr Natur geht kaum: Das Wasser kommt aus einer Quelle, Chemikalien gibt’s nicht und die Lage ist idyllisch. Das Waldbad Alt Jabel lockt jedes Jahr unzählige Besucher an. Jetzt steht das Bad vor einer neuen Stufe seiner Entwicklung: Es soll Partner des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe werden. Die Gemeinde Vielank hat den entsprechenden Antrag gestellt. Ob das Bad die dafür notwendigen Bedingungen erfüllt, darüber informierte sich jetzt Eta Radöhl vor Ort. Sie ist im Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe für Gebietsmanagement und Betreuung Elbe zuständig.

Bürgermeisterin Christel Drewes berichtete bei einem Rundgang, dass das Bad in den Jahren 2008 bis 2012 umfassend saniert wurde, darunter auch das Gebäude einschließlich der Sanitäranlagen. Um das Partner-Zertifikat erhalten zu können, müssen viele Bedingungen erfüllt sein, vor allem die des nachhaltigen Wirtschaftens. Eta Radöhl: „Grundsätzliche Voraussetzungen sind unter anderem solche Fragen, ob und wie Wasser und Energie gespart werden, die Gestaltung des Unternehmens oder die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung.“ Rücksichtnahme gegenüber Mensch und Natur sowie der Bezug zur Region seien mit entscheidend.

Alles Bereiche, in denen das Waldbad punkten kann. Bademeister Fred Klinge: „Unser Wasser kommt aus einer Quelle. Dank dessen und unserer Lage hier steigt die Wassertemperatur auch im Hochsommer selten über 24 Grad, wodurch es kaum zur Algenbildung kommt. Das Wasser reinigen wir ohne Chemie, indem wir es aus dem Becken (128 x 33,5 m – d. R.) pumpen, durch eine Kiesschicht leiten, wo es gefiltert wird und anschließend wieder in das Becken pumpen. Für verdunstetes Wasser gibt es Nachschub aus der oberhalb gelegenen Naturquelle.“

Gemeindevertreter Harald Schwark, der beim Treffen im Waldbad ebenfalls dabei war, ergänzt: „Für uns ist ganz wichtig, dass wir im Bad einen naturnahen Raum belassen.“

Der Bezug zur Region wird in vielem deutlich. „Im Imbiss werden Produkte aus der Region verkauft. Der Mehrzweckraum steht für Feiern, wie Hochzeiten und Geburtstage, zur Vermietung bereit“, sagt Fred Klinge. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit dem Ludwigsluster Zebef e. V. , der seine traditionellen Feriencamps in Alt Jabel durchführt.

Partner des Reservats können die verschiedensten Unternehmen und Einrichtungen sein: aus Gastronomie und Handel beispielsweise ebenso wie aus den Bereichen Tourismus und Bildung. Welche Vorteile bieten sich aus einer Partnerschaft? Eta Radöhl: „Die Partner sind untereinander vernetzt, was zur regionalen Wertschöpfung beiträgt, und sie vermitteln gegenseitig Informationen.“ Was dazu führt, dass die Anliegen des Biosphärenreservats noch mehr Menschen bewusst gemacht werden, andererseits die Partner wegen ihres Engagements für Mensch, Umwelt und Natur noch bekannter werden.

Bürgermeisterin Christel Drewes begründet den Wunsch, das Waldbad solle Partner des Biosphärenreservats werden: „Wir identifizieren uns mit unserer Natur und Umwelt und machen mit unserem Bad schon lange Zeit Nägel mit Köpfen. Wir würden gerne die Möglichkeit nutzen, die das Reservat bietet und das Waldbad Alt Jabel noch attraktiver und bekannter machen.“

Eta Radöhl vom Reservatsamt sagte zu den Aussichten auf eine Partnerschaft: „Es sieht ganz gut aus...“ Ende April wird sie ihre Eindrücke der Vergabekommission mitteilen, die über das Zertifikat zu entscheiden hat.

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