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ludwigslust : Hier gibt’s jede Menge „Ostereier“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Naturforschende Gesellschaft Mecklenburg e. V. präsentiert im Ludwigsluster Natureum noch bis Ostermontag Ausstellung rund um das Ei

von
erstellt am 15.Apr.2017 | 07:00 Uhr

„Hase, Hase...“ Die kleine Nora stürmt ins Zelt auf dem Hof des Natureums und möchte am liebsten gleich alle Kaninchen streicheln. Geht aber noch nicht sofort, weil Züchter Egon Tetzlaff seine kleine Ausstellung erst noch komplettieren muss. Also geht Klein-Nora mit Mama, Oma und Opa erstmal ins Natureum.

Hier lädt die Naturforschende Gesellschaft Mecklenburg e.V. (NGM) seit Karfreitag wieder zur traditionellen Ausstellung rund um das Ei ein. NGM-Vorsitzender Uwe Jueg: „Unsere Sammlung umfasst bis zu 400 Eier, die meisten davon sind in der Ausstellung zu sehen.“ Es gibt sie in allen Größen, aus verschiedenen Jahrhunderten und von unterschiedlichen Tierarten. „Unser größtes Exponat ist ein Ei vom afrikanischen Strauß. Da passen theoretisch 24 Hühnereier hinein“, lacht Uwe Jueg. „Zu den kleinsten Eiern gehört eines von der Sumpfmeise. Dieses Ei wiederum würde wohl so zwanzigmal in ein Hühnerei passen.“

Ein Teil der ausgestellten Eier gehörte einst der damaligen Pädagogischen Hochschule Güstrow. Als die Einrichtung aufgelöst wurde, sollte die Sammlung auf dem Sperrmüll landen. Was zum Glück verhindert wurde. Nachdem der bekannte Schweriner Ornithologe Horst Zimmermann die Sammlung aufgearbeitet hatte, kam sie zur NGM. „Viele Exponate davon stammen aus dem 19. Jahrhundert“, erklärt Uwe Jueg. „Damals war es Mode, solche Eier ohne Probleme zu sammeln, was heute natürlich nur noch in Ausnahmefällen und mit Genehmigung der zuständigen Behörden möglich ist.“ Das Credo heute laute: „Sammeln, bewahren, forschen“ und im Falle der NGM auch „ausstellen“.

Bereits im Jahre 2007 präsentierte die NGM ihre erste Ausstellung zu Ostern. „Gerade zum Fest wollten wir Eier auch als Bestandteil der Natur darstellen“, so Uwe Jueg, der betont, dass seitdem das Interesse an der Ausstellung stets gewachsen ist. Auch am gestrigen Karfreitag kurz nach der Eröffnung um 10 Uhr drängten schon zahlreiche Besucher ins Natureum in unmittelbarer Nähe des Schlosses. Zur Exposition gehören neben Eiern auch rund 150 Eierbecher aus insgesamt drei Jahrzehnten.

Inzwischen übrigens hatte draußen im Zelt auch Züchter Egon Tetzlaff aus Niendorf bei Ludwigslust seine Kleintierausstellung vervollständigt. Und die kleine Nora konnte Kaninchen, Meerschweinchen sowie Tauben bestaunen und durfte sogar einen „Osterhasen“ streicheln.

Die Eier-Ausstellung einschließlich Egon Tetzlaffs Kleintiere kann noch bis Ostermontag besucht werden. Geöffnet ist am heutigen Sonnabend von 10 bis 16 Uhr, am Ostersonntag und -montag bis 17 Uhr. Natürlich stehen auch alle anderen Ausstellungen im Natureum Besuchern zur Verfügung.

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