Alt Jabel : Hier bauen sie den Sprungturm

Mitarbeiter der Dömitzer Firma Ehbrecht bugsieren das Segment für den 1-Meter-Turm auf den Tragpfahl. Oben links Betriebsleiter Heinz Ehbrecht. Fotos: andreas münchow
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Mitarbeiter der Dömitzer Firma Ehbrecht bugsieren das Segment für den 1-Meter-Turm auf den Tragpfahl. Oben links Betriebsleiter Heinz Ehbrecht. Fotos: andreas münchow

Dömitzer Firma Ehbrecht montiert derzeit Brückenkonstruktion und Sprunganlage im Waldbad Alt Jabel / Public Viewing zur Fußball-EM

svz.de von
08. Juni 2016, 21:00 Uhr

Ganz langsam schwebt die Plattform heran, durch Gurte am Kranhaken gesichert. Dann senkt sie sich hinab auf den Tragpfahl. In ein paar Wochen werden sich von hier aus Badelustige in die Fluten stürzen.

Im Waldbad Alt Jabel gehen die Arbeiten zügig voran. Die Konturen des künftigen Stegs und der beiden Sprungtürme waren bereits gestern Vormittag deutlich zu erkennen. Arbeiter der Dömitzer SME Stahl- und Metallbau Ehbrecht GmbH & Co. KG montieren derzeit die Brückenkonstruktion für den Steg, die in dem Dömitzer Unternehmen hergestellt wurde, ebenso die Sprunganlage mit den beiden 1- und 4-Meter-Türmen. Unterstützung gibt’s von einem Kran des Autokranverleihs Pengel aus Dannenberg. Bereits im Mai hatte das Schweriner Tiefbauunternehmen M-TEC GmbH & Co. KG die Tragpfähle für die Konstruktionen in den Boden gerammt (SVZ berichtete).

Es kommt sozusagen auf jeden Millimeter an. Wie zum Beispiel bei besagtem Segment für den 1-Meter-Sprungturm. Felix Harfenmeister bugsiert das Teil, von dem die Badegäste bald springen sollen, auf den Tragpfahl, unterstützt von seinen Kollegen Helmut Lange und Andreas Vogtländer. „Noch etwas nach rechts drehen. Nehmt mal die Wasserwaage und prüft, ob alles gerade ist“, sagt Betriebsleiter Heinz Ehbrecht. Ist es nicht ganz, und so greift sich Helmut Lange eine Handmaschine und schleift am Stahlpfeiler, bis die Sache passt.

Bereits zuvor hatten die Ehbrecht-Leute begonnen, die acht Quer- und insgesamt 24 Längsträger für den rund 33 Meter langen Steg zu montieren. Alles muss nun entsprechend ausgerichtet werden, damit der Belag drauf gelegt werden kann.

Bademeister Fred Klinge ist mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten zufrieden. „Wir liegen sehr gut im Rennen“, sagt er. „Unser Ziel ist es weiterhin, das Waldbad Alt Jabel mit Ferienbeginn (25. Juli – d. R.) öffnen zu können.

Bis dahin allerdings steht noch eine weitere Aufgabe bevor. Wenn nämlich der neue Steg und die Sprunganlage stehen, Geländer sowie Spundwand zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken montiert sind, muss erstmal Wasser ins Becken fließen – insgesamt eine Million Liter. Und das kann dauern. Es gibt zwar eine Quelle oberhalb des Bades, welche das Becken speist, aber Fred Klinge und auch Vielanks Bürgermeisterin Christel Drewes hoffen auch auf Unterstützung aus der Region. „Wir freuen uns über jede Hilfe, die wir bekommen können, damit das Becken möglichst schnell mit Wasser gefüllt wird“, sagt die Bürgermeisterin wohl auch mit Blick auf mögliche Sponsoren. Denn ganz offenbar gibt es auch noch weitere mögliche „Quellen“...

Wer sehen möchte, wie weit die Arbeiten schon voran gekommen sind, hat dazu bereits am morgigen Freitag Gelegenheit. „Zum Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft bieten wir am Freitag ein Public Viewing. Dazu ist das Bad ab 19 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei“, so Fred Klinge.

Natürlich darf die Baustelle selbst nicht betreten werden. Wie Fred Klinge weiter sagt, werden im Bad alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie das Finale im Public Viewing zu sehen sein.

Die Arbeiten wurden nötig, weil der alte Sprungturm nicht mehr durch den TÜV gekommen und der Steg bei einem Sturm zerstört worden war.

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