Ludwigslust : Herz ist Trumpf beim Kleinen Fest

Kartenspielerei beim Kleinen Fest: Stelzenkünstler Art Tremondo gemeinsam mit Dr. Markus Fein, Reinhard Mach und Kai Lorenzen (v.l.), Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin.
Kartenspielerei beim Kleinen Fest: Stelzenkünstler Art Tremondo gemeinsam mit Dr. Markus Fein, Reinhard Mach und Kai Lorenzen (v.l.), Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin.

Für die Open-Air-Veranstaltung der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern am 10. und 11. August gibt es nur noch Karten für den Freitag

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14. April 2018, 16:00 Uhr

Genau das solle beim „Kleinen Fest im großen Park“ am 10. und 11. August nicht passieren – regnen. „Wir werden besseres Wetter haben, als in den beiden vergangenen Jahren“, sagt Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach. „Das ist versprochen“, lehnt er sich ganz weit aus dem Fenster. Doch Regen hat in den vergangenen Jahren die Besucher nicht abgehalten zu kommen. Stetig ist das Kleine Fest gewachsen – angefangen hat alles 1995. Damals waren noch die Hannoveraner Veranstalter. Dort nämlich im Garten Herrenhausen hatte das Kleine Fest seinen Anfang – und das bereits 1986. „Das Kleine Fest in Ludwigslust hat sich zu einer eigenständigen Marke entwickelt“, sagt Dr. Markus Fein, der Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die seit 2010 im Boot sind. Jetzt organisieren sie die größte Open-Air-Veranstaltung Norddeutschlands. Darauf sind sie stolz.

Gewöhnlich sei nichts, wenn das Kleine Fest in der Lindenstadt starte. Allein das Programm – an beiden Tagen dasselbe – verspreche einiges. Auf rund 25 Bühnen werden Künstler aus aller Welt zeigen, dass es sich lohne, nach Ludwigslust zu kommen. „Jeder sollte wirklich für beide Tage Karten kaufen“, sagt Jürgen Rades, Fachdienstleiter Bürgerservice, Ordnung und Zentrale Dienste. Und warum? Am Ende des ersten Tages werden alle Künstler vorgestellt. „Am Publikum ist dann immer zu merken, welche Show man sich wirklich anschauen müsse. Das Publikum ist einfach der beste Gradmesser“, sagt der Fachdienstleiter weiter. Doch Karten gibt es nur noch für den Freitag, 10. August. „Der Samstag ist bereits seit Februar ausgebucht“, so Markus Fein. Mehr Karten als 18 000 Stück werden nicht verkauft. „Wir müssen schauen, dass der Park auch die Personenzahl trägt. Und das sind nun einmal nicht mehr als 9000 Leute. Auch nicht 9001“, verdeutlicht der Intendant.

Zum Staunen, Lachen und Träumen – deshalb kommen die Leute in den Schlosspark zum Kleinen Fest. Hier können sie abschalten, entspannen – vielleicht auch wieder Kind sein. Dafür verantwortlich sind die zahlreichen Künstler. Mit dabei sind auch die Stelzenkünstler Art Tremondo aus Hannover. Vorsichtig bewegen sie sich vorm Schloss. Es ist rutschig. Passieren darf nichts. Mit dabei haben die beiden Frauen ihre neuen Kostüme – Kartenspielerei wird es in diesem Sommer in der Lindenstadt geben. Herz ist dabei Trumpf. „Vor 18 Jahren haben wir uns gegründet“, erzählt die Herzdame. 2000 fing alles an – auf Stelzen in luftiger Höhe mit immer wieder neueren Ideen und Kostümen.

Akrobaten, Kabarettisten, Clownerie, Puppenspieler... „Das Kleine Fest müsse man ohne Stift und Plan erleben. Sich einfach treiben lassen“, lautet für Markus Fein das Motto. Erst dann entfaltet sich der Charakter des Festes. Alle Darbietungen schaffe man eh nie.

Damit das Kleine Fest auch stattfinden kann, müsse vorweg einiges abgestimmt werden. Finanziell stärkt auch die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin der Veranstaltung den Rücken. Im vergangenen Jahr hat Sturm „Xavier“ gut 900 Bäume im Schlosspark umgerissen. „Ich bin den Staatlichen Schlössern und Gärten MV wirklich dankbar, dass sie alles getan haben, um den Park wieder begehbar zu machen“, sagt Reinhard Mach. Schließlich sei das Kleine Fest im großen Park von überregionaler Bedeutung. Hier solle man Staunen, Lachen und Träumen.

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